Willkommen bei unserem großen Erdnussöl Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Erdnussöle. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste Erdnussöl zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Erdnussöl kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Man unterscheidet grundsätzlich zwischen kaltgepresstem Erdnussöl, Bio-Erdnussöl, raffiniertem Erdnussöl und gehärtetem Erdnussöl. Je nach Vorliebe und Verwendungszweck eignet sich eine Art am besten für dich.
  • Zentrale Kriterien wie die Herstellungsart, Hitzestabilität und der Geschmack spielen eine große Rolle bei der finalen Kaufentscheidung. Die Füllmenge und Verpackungsart solltest du dann berücksichtigen, wenn du besonders oft mit Erdnussöl kochen möchtest.
  • Du solltest dein Erdnussöl immer kühl, trocken und dunkel lagern, um die Lebensdauer zu erhöhen. Du kannst mit dem Öl sowohl kochen als auch frittieren, braten und backen.

Erdnussöl Test: Das Ranking

Platz 1: BIO PLANÈTE Erdnussöl

Platz 2: Byodo Bio-Erdnussöl

Platz 3: Fandler Bio-Erdnussöl

Platz 4: Huilerie Beaujolaise Erdnussöl

Platz 5: Kunella Feinkost Erdnussöl

Platz 6: International Collection Erdnussöl

Platz 7: Heuschen & Schrouff Erdnussöl

Platz 8: La Comtesse Erdnussöl

Platz 9: Fandler Erdnussöl

Platz 10: Wiberg Erdnussöl

Platz 11: VOM FASS Erdnussöl

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Erdnussöl kaufst

Worin liegt der Vorteil von Erdnussöl gegenüber anderen Pflanzenölen?

Wie auch viele andere Pflanzenöle (zum Beispiel Olivenöl oder Rapsöl) weist Erdnussöl einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren auf.

Erdnussöl in zwei Behältern

Für Menschen, die den starken Eigengeschmack des Olivenöls nicht mögen, ist Erdnussöl gut geeignet. Es besitzt außerdem einen höheren Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die für den Menschen sehr gesund sind. (Foto: denira / 123RF.com)

Diese kann der Körper nicht eigenständig herstellen. Deshalb ist es umso wichtiger, die ungesättigten Fettsäuren über die Nahrung aufzunehmen. Außerdem haben ungesättigte Fettsäuren eine positive Auswirkung auf das Herz-Kreislaufsystem und beugen Herzerkrankungen vor.

Eines der bisher meist verwendeten Speiseöle ist Olivenöl. Mit seinem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren gilt es als sehr gesund.

Erdnussöl ist ebenso wertvoll an Inhaltsstoffen. Im Gegensatz zu Olivenöl hat es sogar einen höheren Wert an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die als gesünder gelten.

Olivenöl Anteil [%]
Gesättigte Fettsäuren 14
Einfach ungesättigte
Fettsäuren
73
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 9
Erdnussöl Anteil [%]
Gesättigte Fettsäuren 17
Einfach ungesättigte
Fettsäuren
67
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 47

Ein Vorteil für kaltgepresstes Erdnussöl ist dessen Eigengeschmack. Wer eine Alternative zu gängigem, bekanntem Ölgeschmack haben möchte, findet im Erdnussöl einen „netten Exoten“. Es harmoniert gut in Fleisch- sowie Fischgerichten und bietet sich vor allem für asiatische Gerichte mit Wurzelgemüse an.

Raffiniertes Erdnussöl zählt zu den „Gewinnern“ unter den Speiseölen, wenn es um die Hitzebeständigkeit geht. Da es den höchsten Rauchpunkt unter allen Speiseölen hat und geschmacksneutral ist, eignet es sich gut zum Braten und Frittieren.

Ölsorte Rauchpunkt [°C]
Kaltgepresstes Sonnenblumenöl 107
Raffiniertes Sonnenblumenöl 210-225
Kaltgepresstes Rapsöl 130-190
Raffiniertes Rapsöl 210
Kaltgepresstes Erdnussöl 130-170
Raffiniertes Erdnussöl Rapsöl 230

Kann ich Erdnussöl verwenden, wenn ich eine Erdnussallergie habe?

Wenn du eine Erdnussallergie hast, solltest du Nahrungsprodukte und auch Kosmetikprodukte mit Erdnussöl bestmöglich vermeiden. Obwohl im raffinierten Erdnussöl soweit alle Proteine, die eine allergische Reaktion auslösen, entfernt sind, können Restspuren enthalten sein. Daher sollten Allergiker unbedingt auf eine andere Alternative ausweichen.

Wo kann ich Erdnussöl kaufen und wie teuer ist es?

Erdnussöl wird in vielen Discountern und Supermärkten zum Verkauf angeboten. Die Preise variieren je nach Hersteller und Sorte. Grundsätzlich ist Erdnussöl teurer als Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Unter den Nussölen ist es jedoch das günstigste im Sortiment.

Bei den meisten im Discounter oder im Supermarkt angebotenen Erdnussölen handelt es sich um raffinierte Erdnussöle. Qualitativ hochwertig kaltgepresste Erdnussöle kannst du in Bio-Märkten erwerben.

Solltest du in deinem örtlichen Supermarkt nicht das gewünschte Erdnussöl finden, kannst du das Produkt natürlich auch online bestellen. Bei einigen Herstellern ist das auch direkt über deren Website möglich.

Den Recherchen der Redaktion zufolge werden kaltgepresstes und raffiniertes Erdnussöl in den folgenden Shops zum Verkauf angeboten:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • edeka.de
  • rewe.de
  • alnatura.de

Alle Erdnussöle, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen, sodass du gleich zuschlagen kannst, wenn du ein Öl gefunden hast, das dir zusagt.

Erdnussöl im Discounter

In Discountern wie Aldi, Netto oder Lidl wird Erdnussöl oftmals nur im Sondersortiment für eine bestimmte Zeit angeboten – beispielsweise im Rahmen von Asia-Aktionswochen. Angebotene Marken sind zum Beispiel Asia Green Garden, Vitasia oder Satori Asian Style.

  • Preis für 250 ml: zwischen 1,59 Euro – 1,79 Euro

Erdnussöl im Supermarkt

In Supermärkten wie Kaufland, Real, Rewe oder Edeka zählt Erdnussöl weitestgehend zum Standardsortiment und ist daher leichter zu erwerben. Dennoch kann es sein, dass das Sortiment je nach Standort anders ausfällt.

Die Erdnussöle werden zum Beispiel von den Marken Brändle, Kunella, Mazola oder Bamboo Garden angeboten. Die Füllmenge beträgt entweder 100 ml, 250 ml oder 500 ml.

  • Preis für 500 ml: zwischen 2,79 Euro – 5,99 Euro

Ednussöl im Bio-Markt

Wenn du aber ein kaltgepresstes Bio-Erdnussöl suchst, wirst du in Bio-Märkten wie Alnatura, denn’s, Bio-Company oder im Reformhaus am ehesten fündig. Marken, die kaltgepresste Bio-Erdnussöle anbieten, sind unter anderem Bio Planet, Ölmühle Solling, Fandler oder Wiberg. Wenn du dich für eines dieser Erdnussöle entscheidest, musst du „tiefer in deine Geldbörse greifen“. Dafür erhältst du eine geschmackliche Sensation!

  • Preis für 500 ml: zwischen 10,90 Euro – 15,99 Euro

Was kann ich verwenden, wenn ich weder Öl noch Butter nutzen will?

Wenn du eine Alternative für Öl suchst und keine Butter verwenden möchtest, wäre Erdnussfett eine Möglichkeit. Gehärtetes Erdnussöl wird jedoch nur sehr selten im Einzelhandel angeboten, was den Erwerb erheblich erschwert.

Ein Hersteller, der Erdnussfett anbietet, ist zum Beispiel MeisterMarken. Allerdings ist auf der Hersteller-Webseite keine Information bezüglich des Preises hinterlegt. Des Weiteren könntest du das Produkt nur in größeren Mengen bestellen.

Entscheidung: Welche Arten von Erdnussöl gibt es und welche ist die richtige für mich?

Insgesamt gibt es vier verschiedene Erdnussölarten, die sich hauptsächlich in der Methode der Gewinnung unterscheiden. Um welche es sich genau handelt, haben wir dir im Folgenden aufgelistet:

  • Kaltgepresstes (natives) Erdnussöl
  • Bio-Erdnussöl
  • Raffiniertes Erdnussöl
  • Gehärtetes Erdnussöl (Erdnussfett)

Erdnussöl wird, wie auch schon der Name verrät, aus Erdnüssen gewonnen. Obwohl Erdnusspflanzen zu der Familie der Hülsenfrüchte gehören, zählt das gewonnene Öl zu der Kategorie der Nussöle.

Es weist einen hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren auf, die als gesundheitsfördernd gelten. Es auf zwei verschiedene Arten gewonnen: Einerseits durch die Kaltpressung und andererseits durch die Extraktion und Raffination.

Ob du dich für kaltgepresstes, raffiniertes Erdnussöl oder Erdnussfett entscheidest, hängt ganz davon ab, wie und wofür du das Erdnussöl verwenden möchtest. In diesem Beitrag präsentieren wir dir die verschiedenen Sorten mit ihren Vor- und Nachteilen.

Was ist kaltgepresstes Erdnussöl und was sind seine Vor- und Nachteile gegenüber anderen Arten?

Kaltgepresstes Erdnussöl ist das Öl von Erdnüssen, das durch Kaltpressung gewonnen wird.

Bei der Kaltpressung von Erdnüssen kommt vor allem die Schneckenpresse zum Einsatz. In dieser werden die Erdnusssamen mit hohem Druck zusammengepresst bis das Öl austritt. Im Presszylinder befindet sich eine sogenannte Schnecke mit Schneckengewinde.

Die Schnecke ähnelt einer überdimensionalen Schraube. Durch die Form der Schnecke sind die Erdnusssamen unterschiedlichem Druck ausgesetzt, wodurch das Öl entweicht.

Die Ölgewinnung durch die Kaltpressung gilt als sehr schonend, da das Öl ohne jegliche Hitzezufuhr hergestellt wird. Dessen Inhaltsstoffe wie Linolsäure, Ölsäure und Vitamin B werden somit nicht beschädigt.

Vorteile
  • Schonende Ölgewinnung
  • Inhaltsstoffe bleiben erhalten
  • Geschmack bleibt erhalten
Nachteile
  • Verunreinigungen bleiben zurück

Ein weiterer Vorteil ist der milde, nussige Geschmack. Dieser bleibt wegen der behutsamen Verarbeitung erhalten. Je nachdem wie die Qualität der Erdnüsse ist, variiert auch der Geschmack des Erdnussöls.

Leider bleiben aber auch Verunreinigungen, wie zum Beispiel Pestizide aus synthetischen Pflanzenschutzmitteln, im Öl zurück, da sie nicht gefiltert werden können. Die chemischen Pflanzenschutzmittel sind wiederum gesundheitsschädlich für die Verbraucher.

Wie unterscheidet sich Bio Erdnussöl und was sind seine Vor- und Nachteile gegenüber anderen Arten?

Bio Erdnussöl wird ebenfalls durch die Kaltpressung von Erdnüssen hergestellt. Für die Ölgewinnung werden aber ausschließlich Erdnüsse verwendet, die aus der ökologischen Landwirtschaft kommen.

Für den Anbau der Erdnüsse benutzen die Landwirte keine Mineraldünger oder künstlichen Pflanzenschutzmittel. Das bedeutet also, dass Verunreinigungen wie Pestizide nicht im Öl zu finden sind.

Vorteile
  • Keine Verwendung von Mineraldüngern
  • Keine Verwendung von künstlichen Pflanzenschutzmittel
  • Keine Pestizide
Nachteile
  • Nicht hoch erhitzbar

Des Weiteren achten die Hersteller besonders auf die Qualität der Erdnüsse. Der Eigengeschmack des Erdnussöls kommt erst bei qualitativ hochwertigen Erdnüssen richtig zur Geltung. Daher empfiehlt es sich, bei der Wahl eines kaltgepressten Erdnussöls auf Bio-Erdnussöl zurückzugreifen.

Du solltest aber generell kaltgepresstes Erdnussöl nur mäßig erhitzen, da es schon bereits zwischen 160°C und 170°C zur Rauchbildung neigt. Du kannst es demnach zwar trotzdem zum leichten Anbraten verwenden, es ist jedoch für das Braten oder Frittieren eher ungeeignet.

Vorteile
  • Länger haltbar
  • Gute Speiseöl Alternative
  • Sehr hitzebeständig
Nachteile
  • Chemische Verarbeitung
  • Verlust gesunder Inhaltsstoffe

Durch die starke Erhitzung entstehen allerdings gesundheitsschädliche und ungenießbare Substanzen. Diese werden durch die Raffination wieder entfernt, wodurch die Qualität des Öles verbessert wird. Dennoch gehen wichtige und gesunde Inhaltsstoffe durch die Hitze verloren.

Durch diese Bereinigung werden freie Fettsäuren, Geruchs-, Geschmacks- und Bitterstoffe herausgefiltert und das Öl sowohl länger haltbar, als auch hitzebeständiger gemacht. Das Öl ist demnach recht geschmacksneutral und eignet sich daher als gutes Speiseöl im alltäglichen Gebrauch.

Was ist gehärtetes Erdnussöl und was sind seine Vor- und Nachteile gegenüber anderen Arten?

Gehärtetes Erdnussöl ist flüssiges, raffiniertes Erdnussöl, das durch den Vorgang der künstlichen Fetthärtung fest wird.

Es ist von der Konsistenz her weich und ist auch unter der Bezeichnung Erdnussfett bekannt. Die ungesättigten Fettsäuren des Erdnussöls werden bei dem Prozess in gesättigte Fettsäuren umgewandelt. Daher gilt Erdnussfett im Vergleich zum Erdnussöl als weniger gesund. Es kann aber wie das raffinierte Erdnussöl stark erhitzt werden.

Vorteile
  • Lange haltbar
  • Sehr gute Hitzebeständigkeit
Nachteile
  • Mehr gesättigte Fettsäuren

Gekühlt ist es über ein Jahr lang haltbar. Lagerst du Erdnussfett nicht im Kühlschrank, ist es bis zu zwölf Monaten haltbar. Bewahre in jedem Fall Erdnussfett verschlossen auf. Sonst könnte das Erdnussfett Fremdgerüche aufnehmen.

Was ist raffiniertes Erdnussöl und was sind seine Vor- und Nachteile gegenüber anderen Arten?

Es handelt sich bei raffiniertem Erdnussöl ebenfalls um Öl, das von Erdnüssen gewonnen wird. Anders als bei der Herstellung von kaltgepresstem Erdnussöl erfolgt die Gewinnung durch eine chemische Extraktion.

Dabei werden geröstete Erdnüsse zerkleinert und unter hoher Hitzezufuhr so lange gepresst, bis das Öl entweicht. Die Ausbeute, also die Menge, liegt bei 99% der Ölgewinnung. Die Gewinnmenge des Öls ist demnach sehr hoch.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Erdnussöle vergleichen und bewerten

In diesem Abschnitt möchten wir dir Faktoren vorstellen, die für deine Kaufwahl womöglich eine Rolle spielen. Anhand der Faktoren kannst du die Erdnussöle vergleichen und bewerten. So kannst du leichter herausfinden, ob das Öl für deine Verwendung geeignet ist oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Herstellungart und Hitzestabilität
  • Geschmack
  • Vorteile für Gesundheit und Körper
  • Füllmenge
  • Verpackung
  • Herkunftsland

In den folgenden Absätzen kannst du nachlesen, welche Bedeutung die einzelnen Kaufkriterien haben, und wie du diese einordnen kannst.

Erdnussöl im Behälter

Anhand bestimmter Kriterien kannst du die Qualität des Öls bewerten. Hochwertiges Erdnussöl kannst du, wenn du die Möglichkeit dazu hast das Öl vorher zu probieren, vor allem am Geschmack erkennen. (Foto: tashka2000 / 123RF.com)

Herstellungsart und Hitzestabilität

Zu Beginn sind wir bereits detailliert auf die Herstellungsart, also die Ölgewinnung durch Kaltpressung oder Raffination, eingegangen. Dennoch möchten wir dich an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass die Herstellungsart beziehungsweise der Öltyp sowie die Hitzestabilität die wichtigsten Kaufkriterien sind. Denn diese Kriterien beeinflussen deine Verwendungsmöglichkeiten am meisten.

Beschäftige dich also mit der Frage, wofür du das Erdnussöl verwenden willst. Möchtest du es für die Zubereitung von Speisen verwenden oder als kosmetisches Mittel einsetzen?

Wenn du Erdnussöl als Körperpflege oder Verfeinerung kalter Gerichte wie Salate oder Dressings verwenden möchtest, solltest du auf kaltgepresste Erdnussöle zurückgreifen, da die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Wenn du das Erdnussöl aber zum Braten oder Frittieren verwenden möchtest, sollte deine Kaufentscheidung unbedingt auf raffiniertes Erdnussöl fallen. Es hat im Gegensatz zu kaltgepresstem Erdnussöl einen höheren Rauchpunkt. Du kannst es also demzufolge ohne weitere Risiken stärker erhitzen und auch wiederverwenden. Das raffinierte Erdnussöl ist daher sehr ergiebig. Achte dennoch darauf, dass der Rauchpunkt nicht überschritten wird.

Kaltgepresstes Erdnussöl hingegen hat einen geringeren Rauchpunkt. Wenn dieser erreicht wird, entstehen gesundheitsschädliche Substanzen, die zum Beispiel Krebs verursachen können. Daher solltest du kaltgepresstes Erdnussöl allerhöchstens für kurzes Anbraten verwenden.

Geschmack

Neben der Hitzestabilität dürfte auch der Geschmack eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung spielen. Wegen des Eigenaromas zählt Erdnussöl zu den Exoten.

Wenn du also auf der Suche nach einem Öl bist, das deinem leckeren Gericht noch den gewissen Kick geben soll, empfiehlt sich in jedem Fall kaltgepresstes Erdnussöl. Das milde, nussige Erdnussaroma bleibt nämlich wegen der schonenden Kaltpressung erhalten.

Der Geschmack des Erdnussöls kann je nach Hersteller unterschiedlich intensiv ausfallen. Ausschlaggebend dafür ist die Qualität der Erdnüsse, die für die Ölgewinnung geerntet werden.

Raffiniertes Erdnussöl dagegen ist fast schon geschmacks- und geruchsneutral. Es eignet sich daher gut für die Zubereitung aller Gerichte, die keine fremden Geschmacksaromen oder Gerüche aufnehmen sollen.

Vorteile für Gesundheit und Körper

Wenn du Erdnussöl verwenden möchtest, um deiner Ernährung oder deinem Körper etwas Gutes zu tun, dann sind die folgenden Informationen mit Sicherheit relevant für dich.

Erdnussöl ist besonders reich an Ölsäure, Linolsäure und Vitamin E. Ein regelmäßiger Verzehr von Erdnussöl gilt daher auf verschiedenen Ebenen als gesundheitsfördernd.

Gerade wenn du einen hohen Cholesterinspiegel hast, solltest du des Öfteren Mahlzeiten zu dir nehmen, die mit Erdnussöl zubereitet oder verfeinert wurden. Denn der hohe Gehalt an Ölsäure und Linolsäure hat eine senkende Wirkung auf den Cholesterinspiegel.

Zudem stärkt Erdnussöl dein Immunsystem und beugt Herzkrankheiten vor. Das Vitamin E, welches reichlich in Erdnussöl vorhanden ist, ist für die Bildung von Antikörpern sowie die Aktivierung der Abwehrzellen zuständig.

Wenn du also Ihre Ernährung gesünder gestalten möchtest, ist es empfehlenswert, kaltgepresstes Erdnussöl zu verwenden. Während der sanften Herstellung gehen nämlich nur sehr wenige Inhaltsstoffe verloren.

Wenn du auf jeden Fall ein kaltgepresstes Erdnussöl kaufen möchtest, dann ist es empfehlenswert, auf ein Bio Erdnussöl zurückzugreifen. Diese werden nämlich ohne jegliche chemischen Pflanzenschutzmittel hergestellt.

Solltest du aber den Erdnussgeschmack nicht mögen, wäre raffiniertes Erdnussöl eine gute Alternative. Zwar können einige Inhaltsstoffe bei der Raffination verloren gegangen sein, insgesamt weist es dennoch einen hohen Anteil an gesunden Inhaltsstoffen auf.

Ebenso positiv wirkt Erdnussöl für die äußere Anwendung. Wenn du nur reines Erdnussöl für die Körperpflege verwenden möchtest, ist kaltgepresstes Erdnussöl vorteilhafter. Die vielen Inhaltsstoffe können so langsam über deine Haut in den Körper einziehen.

Wenn du den Geruch von Erdnüssen aber nicht so gern magst, ist das auch kein weiteres Hindernis. Du kannst trotzdem die guten Inhaltsstoffe vom Erdnussöl verwenden, indem du einfach das raffinierte Erdnussöl heranziehst. Da es eher geruchsneutral ist, lässt es sich gut mit ätherischen Ölen mischen.

Füllmenge

Sobald du dich ein wenig über Erdnussöle erkundigt hast, wird dir sicherlich aufgefallen sein, dass der Flascheninhalt sehr unterschiedlich ist. Auffällig ist hierbei, dass kaltgepresste Erdnussöle in geringeren Mengen verkauft werden als raffinierte Erdnussöle. Was hinter den unterschiedlichen Füllmengen steckt und welche Füllmenge für dich am besten geeignet ist, möchten wir dir in diesem Abschnitt erklären.

Ein wesentlicher Faktor, weswegen kaltgepresstes Erdnussöl auch in kleineren Mengen verkauft wird, ist dessen Haltbarkeit. Da durch die Kaltpressung auch viele freie Fettsäuren enthalten bleiben, wird das Öl schneller ranzig als raffiniertes Öl. Für Verbraucher, die nur gelegentlich kaltgepresstes Erdnussöl zur Abrundung ihrer Gerichte verwenden möchten, empfiehlt sich daher eine Flasche mit geringerer Füllmenge eher.

Raffiniertes Erdnussöl wird hingegen gerne zum Braten oder Frittieren verwendet. Logischerweise benötigst du für deine Fritteuse schon deutlich mehr Öl. Es ist daher sehr vorteilhaft, dass Hersteller ihre Produkte in größeren Füllmengen anbieten. Des Weiteren sind raffinierte Öle auch länger haltbar, aber auch wiederverwendbar.

Grundsätzlich solltest du dich zuerst fragen, ob du das Öl nur gelegentlich oder aber täglich verwenden möchtest. Abhängig davon kannst du entscheiden, ob eine Füllmenge von beispielsweise 250 ml oder 500 ml für dich sinnvoller wäre.

Verwendest du das Erdnussöl nur gelegentlich, dann ist es vorteilhafter, eine Flasche mit weniger Inhalt zu kaufen. Möchtest du aber von nun an nur noch Erdnussöl als Speiseöl verwenden und du magst es, deine Pommes in der Fritteuse zuzubereiten, dann ergibt es natürlich viel mehr Sinn, eine 1 Liter Ölflasche zu kaufen.

Dann solltest du dich auch fragen, ob du den Erdnussgeschmack magst oder nicht. Wenn du besonderen Wert auf den Geschmack legst, wäre es sinnvoll, kaltgepresste Erdnussöle von verschiedenen Herstellern mit geringeren Füllmengen auszutesten, um deinen persönlichen Favoriten zu finden. Da Geschmäcker sehr subjektiv sind, möchten wir an dieser Stelle nicht festlegen, welches Erdnussöl geschmacklich das beste ist.

Betrachte daher kleine Füllmengen als Probe, um das für dich persönlich beste Erdnussöl zu finden. So hast du nicht Unmengen an Geld für ein Öl ausgegeben, dass dir im Nachhinein doch nicht zusagt und letztendlich auch nur in der „Küchenecke“ herumsteht.

Möchtest du das Erdnussöl für kosmetische Zwecke benutzen, sind auch geringere Füllmengen vorteilhafter. Denn für die Körperpflege reichen bereits wenige Mengen Erdnussöl aus. Eine kleine Flasche ist demnach auch schon sehr ergiebig.

Erdnussölflasche

Während der sanften Herstellung von kaltgrepessten Erdnussöl gehen nur sehr wenige Inhaltsstoffe verloren.

Verpackung

Wie die meisten Öle wird Erdnussöl in Glasflaschen und auch Plastikflaschen zum Verkauf angeboten. Dabei ist aber anzumerken, dass ausschließlich raffiniertes Erdnussöl in Plastikflaschen im Sortiment zu finden sind.

Die Frage, ob abgefülltes Erdnussöl in einer Plastikflasche oder einer Glasflasche besser ist, stellt sich demnach nur, wenn du dich für ein raffiniertes Erdnussöl entscheidest.

Den Recherchen zufolge bevorzugen viele Verbraucher Öle, die in Glasflaschen abgefüllt sind. Einerseits sind Glasflaschen einfacher sauber zu halten und andererseits können Glasflaschen im Gegensatz zu Plastikflaschen bei der Verwendung nicht eingedrückt werden.

Solltst du fettige Spuren an der Ölflasche nicht mögen oder Sorge haben, dass du die Ölmenge nicht genau dosieren kannst, wäre demnach ein Erdnussöl in einer Glasflasche empfehlenswert. Bedenke bei der Wahl des Erdnussöls, dass eine dunkle Flasche für das lichtempfindliche Öl geeigneter ist.

Ursprungsland

Wenn dir wichtig ist, deinen „ökologischen Fußabdruck“ möglicht gering zu halten, solltest du dir auch die Frage stellen, woher das Produkt kommt. Diese Information kannst du anhand der Angabe des Ursprungslandes entnehmen. Das Ursprungsland ist das Land, in dem die Ware gewonnen oder hergestellt wird.

Viele Verbraucher möchten gerne nachvollziehen können, inwiefern die Umwelt bei der Produktion des Erdnussöls belastet wird. Wenn dir diese Aspekte ebenfalls wichtig sind und du wissen willst, ob weite Transportwege zwischen der Herstellung und dem Verkauf des Erdnussöls aufgenommen wurden, dann erkundige dich in jedem Fall, wo der Ursprung des Erdnussöls liegt.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Erdnussöl

Wie lagere ich Erdnussöl am besten?

Optimalerweise wird Erdnussöl geschützt vor Licht, Luft und Wärme gelagert. Kühle, dunkle Orte in der Küche eignen sich daher besonders gut für die Aufbewahrung.

Außerdem ist es wichtig, nach jeder Verwendung des Öls die Flasche wieder zu verschließen. Denn die ungesättigten Fettsäuren oxidieren durch den Sauerstoff, der in der Luft ist. Durch die Oxidation wird das Öl ranzig und ist dann nicht mehr genießbar.

Wenn du möchtest, kannst du dein Erdnussöl auch im Kühlschrank aufbewahren. Die Haltbarkeit verlängert sich dadurch allerdings nicht. Das Seitenfach in deiner Kühlschranktür bietet sich für die Aufbewahrung gut an. Erschrecke dich aber nicht, wenn sich die Konsistenz des Erdnussöls ändert. Ab Temperaturen unter 8°C dickt das Erdnussöl und wird gelartig bzw. zähflüssig.

Mit dieser Konsistenz sollte Erdnussöl nicht zum Kochen verwendet werden. Daher ist es besser, wenn du das Öl vor dem Gebrauch aus dem Kühlschrank nimmst.

Sobald das Öl Temperaturen ab über 12°C erreicht hat, ist die Konsistenz wieder flüssig und du kannst es wie gewohnt verwenden. Der Geschmack bleibt auch bei einer Aufbewahrung im Kühlschrank erhalten.

Lagerst du raffiniertes Erdnussöl optimal, kann es bis zu 24 Monaten haltbar sein. Kaltgepresstes Erdnussöl hingegen ist wegen der vielen ungesättigten Fettsäuren nicht so lange haltbar. Achte darauf, dass keine Trübungen im Öl zu sehen sind. Es sollte auch keinen bitteren Geschmack haben. Denn das sind Hinweise darauf, dass das Erdnussöl bereits ranzig ist.

Wie kann ich Erdnussöl verwenden?

Erdnussöl in der Küche (Kochen, Frittieren, Braten, Backen)

Kaltgepresstes Erdnussöl ist vor allem als Abrundung von Gerichten zu empfehlen. Besonders „Erdnussfans“ dürften sich an dem Geschmack von Erdnussöl erfreuen. Sein mildes, nussiges Aroma verleiht dem Gericht eine angenehme Note, ohne aufdringlich zu erscheinen. Es bietet sich daher besonders gut für die Zubereitung von Salaten oder Dressings an.

Auch Liebhaber der asiatischen Küche sollten Erdnussöl ausprobieren. Für die thailändische Küche beispielsweise eignet sich das kaltgepresste Erdnussöl für gebratene Nudeln, Reispfannen oder Wokgemüse gerade wegen des Aromas ausgezeichnet.

Erhitze das Öl jedoch nicht zu stark, da der Rauchpunkt vom kaltgepressten Erdnussöl bei 160 bis 170°C liegt. Beginnt das Öl zu qualmen, verliert es seine wertvollen Inhaltsstoffe. Außerdem bilden sich schädliche Substanzen, die krebserregend sind.

Kleiner Tipp: Um die Hitzebeständigkeit zu erhöhen, kannst du ganz einfach kaltgepresstes Erdnussöl mit raffiniertem Erdnussöl mischen.

Da raffiniertes Erdnussöl und auch Erdnussfett sehr hitzebeständig sind, beginnen sie erst bei Temperaturen über 230°C zu rauchen. Wegen des neutralen Geschmacks eignen sich raffiniertes Erdnussöl und Erdnussfett zum Braten, Backen und Frittieren.

Für Gerichte, die keinen Eigengeschmack durch das Öl aufnehmen sollen, empfiehlt sich raffiniertes Erdnussöl daher sehr gut. Erdnussfett kann hervorragend zum Frittieren und Backen verwendet werden. Bäckereien beispielsweise verwenden gerne Erdnussfett zum Ausbacken von Donuts und Berliner beziehungsweise Pfannkuchen.

Erdnüsse in der Schale

Sowohl Erdnussöl, als auch ganze Erdnüsse sind sehr vielseitig einsetzbar. In der asiatischen Küche wird das Erdnussöl besonders gerne für die Zubereitung im Wok verwendet. (Foto: Alexas_Fotos / pixabay.com)

Erdnussöl für deinen Körper, Haare und Gesicht

Auch in der Welt der Kosmetik ist Erdnussöl wegen seiner pflegenden Fette und Vitamine beliebt. Es weist einen besonders hohen Gehalt an Ölsäure, Linolsäure und Vitamin E auf. – Aber was genau bewirkt dieses Öl und wie kann es verwendet werden?

Für die äußerliche Anwendung empfiehlt sich Erdnussöl ebenso hervorragend wie das beliebte Kokosöl, wenn du einen trockenen Hauttyp hast. Es bildet einen Schutzfilm auf der Haut, dringt tief in Hautzellen ein und versorgt diese mit Feuchtigkeit.

Die Inhaltsstoffe des Erdnussöls wirken dabei folgendermaßen:

Die enthaltene Linolsäure spendet der Haut Feuchtigkeit, schließt diese ein und schützt so die Hautzellen vor dem Austrocknen. Außerdem regeneriert es Hautzellen, die beschädigt wurden (zum Beispiel durch die Sonne). Linolsäure hat also auch eine entzündungshemmende Wirkung.

Durch die Ölsäure lässt sich Erdnussöl gut verteilen und hinterlässt ein weiches Hautgefühl.
Das Vitamin E fördert ebenfalls die Wundheilung. Zudem strafft es die Haut, erneuert Hautzellen, wirkt Fältchen entgegen und schützt gegen Sonnenbrand.

In flüssiger Form dient es oftmals als Basis von Massageölen. Gehärtetes Erdnussöl ist wegen seiner weichen Konsistenz eine gern genutzte Basis für Salben und Cremes. Wie du Erdnussöl im Alltag für die Körperpflege benutzen kannst, erfährst du in den nächsten Abschnitten.

Als Massageöl bietet sich Erdnussöl sehr gut an, weil es sich auf dem Körper gut verteilen lässt. Zwar dringt es nur langsam in die Haut ein, bildet aber in den tieferen Hautzellen einen starken Schutz. Es fördert zudem die Durchblutung und löst Verspannungen.

Benutzt du das Öl in raffinierter Form, kannst du es wegen des neutralen Geruchs auch gut mit anderen ätherischen Ölen mischen und dich noch besser entspannen.

Auch als Ölbad kann sich das Erdnussöl beweisen. Allgemein hat Öl die Eigenschaft, sich im Badewasser tröpfchenweise zu verteilen. Während des Badens legt sich dabei ein dünner Fettfilm auf den Körper, der die Haut sanft pflegt. Trockene, schuppige Haut lässt sich so besonders gut behandeln.

Gerade bei Menschen, die an Neurodermitis, Schuppenflechte oder einer trockenen Kopfhaut leiden, empfiehlt sich eine langfristige Therapie mit Erdnussöl. Ob du es in reiner Form als Massageöl, im Ölbad oder als Haarkur verwendest, spielt dabei keine Rolle.

Im Handel gibt es ebenfalls Kosmetikprodukte, in denen Erdnussöl enthalten ist. Gesichtscremes für den Tag weisen dabei einen niedrigeren Anteil an Erdnussöl auf als Nachtcremes. Der Erdnussölanteil in den Tagescremes ist so gering, dass es keine glänzenden Spuren hinterlässt. Es pflegt das Gesicht dennoch gut. Nachtsüber hat das Erdnussöl genug Zeit, um gut einzuwirken. Daher ist in diesen Produkten der Erdnussölanteil höher.

Eigene Seifen und Cremes mit Erdnussöl herstellen

Mit gehärtetem Erdnussöl kannst du auch gut eigene Seifen und Cremes herstellen. Da es von der Konsistenz her sehr weich ist, solltest du es mit anderen härteren Fetten verbinden, wenn du Seife herstellen möchtest. Gut kombinieren lassen sich auch hier ätherische Öle, um einen angenehmen Duft zu kreieren.

Woher kommt eigentlich der Rohstoff Erdnuss?

Die Erdnuss hat ihren Ursprung in Südamerika und gehört zur Familie der Hülsenfrüchte. Weil die Hülsen der reifen Erdnüsse sich nicht öffnen, wie die Hülsen von Bohnen oder Erbsen, zählt die Erdnuss morphologisch zu den Nüssen.

Die Erdnusspflanze oder auch Arachis hypogaea gedeiht ein Jahr lang. Leichte, sandige Böden eignen sich für die Entwicklung der Pflanze besonders gut. Die Erdnüsse benötigen etwa vier bis fünf Monate, um heranzureifen. Zu den wichtigsten Anbaugebieten zählen heute Indien, Nigeria und China.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/erdnussoel


[2] https://oelerini.com/erdnussoel

Bildquelle: Pixabay.com / Couleur

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Clara

Veröffentlicht von Clara

Clara studiert Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaften in Ilmenau. In ihrer Freizeit beschäftigt Clara sich mit Cheerleading, Photoshop, sowie vielfältigen Medienprojekten und ist ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen. So wie hier bei der Redaktion von FOODLUX.de.