Willkommen bei unserem großen koffeinfreier Kaffee Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten koffeinfreien Kaffees. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten koffeinfreien Kaffee zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir koffeinfreien Kaffee kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Koffeinfreier Kaffee ermöglicht es dir, das beliebte Heißgetränk auch ohne aufputschende Wirkung zu genießen. Außerdem musst du auch bei einer Koffeinunverträglichkeit nicht auf Kaffee verzichten.
  • Es gibt im Grunde drei unterschiedliche Entkoffeinierungsverfahren. Am höchsten angesehen ist der Schweizer-Wasser-Prozess. Hier geht der ursprüngliche aromatische Geschmack der Kaffeebohne am wenigsten verloren, allerdings ist es auch die teuerste Variante.
  • Kaffee aus Arabicabohnen ist am beliebtesten und gleichzeitig auch am besten für den Entkoffeinierungsprozess geeignet.

Koffeinfreier Kaffee im Test: Das Ranking

Platz 1: Coffee-Nation BIO & Fair, 500g ganze Bohne

Der entkoffeinierte BIO und Fair Kaffee besteht zu 100% aus ganzen Arabica Bohnen, welche durch das Kohlenstoffdioxidverfahren entkoffeiniert wurden. Laut Coffee-Nation handelt es sich um biologisch angebauten Kaffee, der auch mit dem Fairtrade Siegel ausgezeichnet wurde.

Der Kaffee ist zu einem Preis von 13,99 Euro für 500g erhältlich, was für Bio Kaffee sogar recht günstig ist. KäuferInnen schätzen außerdem den ausgewogenen Geschmack und die hervorragende Qualität.

Platz 2: Lavazza Dek

Auf dem 2. Platz landet die bereits gemahlene Kaffeemischung aus Arabica und Robusta der renommierten italienischen Marke Lavazza. Auch dieser Kaffee wurde mithilfe der CO2-Methode entkoffeiniert.

Preislich liegt er etwas unter den Kaffee von Coffee-Nation. Von KäuferInnen wird er als vollmundig, mild und vor allem sehr lecker beschrieben. Er ist für jede Art von Espressomaschine geeignet.

Platz 3: Kaffee Hag Tassenportionen

Die Löskaffee-Sticks von Hag sind besonders gelegen, wenn man es einmal eiliger hat, oder auch im Urlaub nicht auf seinen Kaffee verzichten möchte. Mit 25 bereits ideal portionierten Sticks ist man in jedem Fall gut eingedeckt.

KäuferInnen sind von der einfachen Handhabung überzeugt: Die Kaffeesticks sind praktisch, reisefreundlich und ideal zum mitnehmen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du koffeinfreien Kaffee kaufst

Was ist koffeinfreier Kaffee und wie wird er hergestellt?

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich um Kaffee ohne Koffeingehalt. Somit bleibt der Aufputsch-Effekt aus.

Dies wird durch spezielle Extraktionsverfahren ermöglicht. Dabei quellen die grünen, noch ungerösteten Kaffeebohnen in warmen Wasser auf, damit das Koffein entzogen werden kann. Ist das geschehen, folgt die gleiche Röstung und Weiterverarbeitung wie bei gewöhnlichem Kaffee. Es gibt verschiedene Verfahren zur Entkoffeinierung, auf welche in einem späteren Absatz genauer eingegangen wird.

Heutzutage sind nahezu alle Vorgehensweisen sehr sauber und präzise, trotzdem ist ein (minimales) Risiko, dass Chemikalien mit in den Kaffee gelangen, vorhanden. Die Menge chemischer Stoffen ist so gering, dass sie keinen Schaden in deinem Körper anrichten können. Dennoch solltest du dir dessen vor dem Konsum eines entkoffeinierten Kaffees bewusst sein.

Koffeinfreier Kaffee ist eine willkommene Abwechslung für Kaffeejunkies und eine geeignete Alternative für jeden mit einer Koffeinsensibilität. (Bildquelle: unsplash.com / Nathan Dumlao)

Für wen eignet sich koffeinfreier Kaffee?

Koffeinfreier Kaffee ich grundsätzlich für jeden geeignet, der den Geschmack des beliebtesten Getränks Deutschlands nicht missen möchte, aus gewissen Gründen jedoch auf Koffein verzichten sollte oder sogar muss. Bei Unverträglichkeiten, Schlafproblemen aber auch einer Schwangerschaft bietet sich die koffeinfreie Version als gute Alternative an.

Folgende Auffälligkeiten gelten in Kombination mit Kaffee als potentielle Indikatoren für eine Koffeinunverträglichkeit oder -sensibilität:

  • Magenschmerzen, Blähungen, Verdauungsprobleme
  • Zittern, Herzrasen, Schweißausbrüche
  • Sodbrennen
  • Kopfschmerzen
  • Schlaflosigkeit

Viele Frauen stellen das Kaffee trinken während einer Schwangerschaft komplett ein. Allerdings gibt es tatsächlich keinen herausstechenden Zusammenhang zwischen dem Kaffeekonsum von werdenden Müttern und Fehlgeburten, Frühgeburten oder gar Komplikationen bei der Entbindung. Klar ist allerdings, dass Koffein vom ungeborenen Baby über die Plazenta aufgenommen wird.

Ärzte raten daher, die vorgesehene Tageskonsummenge von etwa 300mg, oder 2-3 Tassen, besonders in der Schwangerschaft nicht zu überschreiten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift in dieser Zeit auf die koffeinfreie Variante zurück. Dasselbe gilt übrigens auch in der Stillzeit.

Ist in koffeinfreiem Kaffee dennoch Koffein enthalten?

Ein Kaffeeprodukt, das zu hundert Prozent frei von Koffein ist, gibt es nicht.

Den gesamten Koffeinanteil restlos zu entfernen ist trotz fortgeschrittenen Filtriermethoden nahezu unmöglich. Aus diesem Grund gibt es immer einen gewissen Spielraum, der von Region zu Region etwas variiert.

Innerhalb der EU darf Kaffee mit maximal 0,1 Prozent Koffein als koffeinfrei verkauft werden. Bei Instant Kaffee ist man nachsichtiger, hier sind bis zu 0,3 Prozent erlaubt. Auf dem internationalen Markt findet man teilweise sogar Kaffee mit dreiprozentigem Koffeinanteil unter dem Label “entkoffeiniert”.

Was kostet koffeinfreier Kaffee?

Entkoffeinierter Kaffee gibt es in allerlei Preisklassen. Basierend auf unterschiedlichen Faktoren wie beispielsweise die Qualität,  das Herstellungsverfahren, die Sorte und Marke variiert der Preis natürlich.

Der Durchschnittpreis beträgt etwa zwischen 10 bis 30 Euro/kg.

Bio- und Fairtrade-Ware haben immer einen etwas höheren Preis. Gleiches gilt für Kaffee, der mithilfe dem Schweizer-Wasser-Prozess oder dem CO2-Verfahren entkoffeiniert worden ist.

Zusätzlich ist Kaffee der Sorte Robusta tendenziell günstiger, da Arabicakaffee als hochwertiger und edler angesehen wird. Qualitätsmarken werben daher häufig mit Slogans wie “100% Arabica” und verkaufen ihre Produkte etwas teurer.

So kann es durchaus passieren, dass man für sehr günstigen Kaffee sechs Euro/kg bezahlt, für sehr teuren rund 60 Euro/kg.
Aus dem breitgefächerten Preisspektrum ist also für nahezu jeden was dabei.

Wo kann man koffeinfreien Kaffee kaufen?

Entkoffeinierter Kaffee erfreut sich an zunehmender Beliebtheit und ist immer öfter in herkömmlichen Supermärkten oder Kaufhäusern zu erstehen. Wer auf der Suche nach einer besonderen Sorte oder Röstung ist, wird meist in Kaffeehäusern oder Onlineshops fündig.

Diese Onlineshops bieten eine große Bandbreite an Auswahlmöglichkeiten an:

  • amazon.de
  • cremundo.de
  • coffeecircle.de

Renommierte Marken, welche ihren Kaffee auch koffeinfrei anbieten:

  • Nespresso
  • Tchibo
  • Starbucks
  • Lavazza
  • NesCafé
  • Dallmayr

Welche Alternativen zu koffeinfreiem Kaffee gibt es?

Koffeinfreier Kaffee IST bereits eine Alternative für herkömmlichen Kaffee. Allerdings gibt es noch andere, ähnliche Alternativgetränke mit geringem Koffeinanteil und sanfterer Wirkung:

  • Schwarztee
  • Grüner Tee
  • Malzkaffee
  • Getreidekaffee

Wer Kaffee nur aufgrund der wohltuenden Wärme oder aus purer Gewohnheit trinkt, kann auf Kakao oder Tee jeder Art umsteigen.

Entscheidung: Welche Arten von koffeinfreien Kaffeesorten gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Arten, jedoch stammen rund 99% des weltweit verkauften Kaffees von den zwei wichtigsten: Arabica und Robusta. Daher werden dir diese beiden im Folgenden genauer vorgestellt.

Ein wesentlicher Punkt, der zu deiner Entscheidung beiträgt ist die Wahl der Kaffeebohnen. (Bildquelle: unsplash.com / Tina Guina)

Wenn du dich für den Kauf von koffeinfreien Kaffee entschieden hast, dann gibt es zwei Alternativen, zwischen denen du wählen kannst:

  • Arabica
  • Robusta

Wir möchten dir mit dem folgenden Abschnitt dabei helfen, deine Entscheidung zu erleichtern, sodass du die für dich beste Kaffeebohne kaufst.

Was zeichnet die Arabica-Bohne aus und was sind dabei die Vorteile und Nachteile?

Die Bohne der Kaffeepflanze Caffea Arabica ist weltweit am bekanntesten und beliebtesten. Etwa 60-70% des gesamten Kaffeevolumens stammen von ihr. Sie gilt als die edelste Kaffeebohne und wird besonders für ihren feinen und vielfältigen Geschmack geschätzt.

Insgesamt schmeckt Arabica recht mild, was auf einen geringen Koffeingehalt von 0,8% bis 1,4% zurückzuführen ist.

Angebaut wird Arabica hauptsächlich in Äthiopien, Kolumbien und Brasilien, wo sie auf einer Höhe von 1000 bis 2000 Metern wächst. Die Pflanze gilt als anspruchsvoll und recht krankheitsanfällig.

Vorteile
  • Aromatisch vielfältig
  • Weniger Koffein
Nachteile
  • Teurer
  • Anspruchsvolle Pflanze

Was zeichnet die Robusta-Bohne aus und was sind dabei die Vorteile und Nachteile?

Die Robustapflanze kann man als “preiswertere Schwester der Arabica” bezeichnen. Aufgrund des höheren Koffeingehalts (1,7% bis 4%)  ist ihr Aroma intensiver und stärker, dafür weist sie deutlich weniger Geschmacksnuancen auf.

Sie wächst vor allem im asiatischen Raum, die meisten Erträge werden aus Vietnam, Indien und Indonesien gewonnen. Die Coffea Robusta ist sehr widerstandsfähig und an sonnige Gebiete und tiefere Lagen (0 bis 700 Meter) gewöhnt.

Vorteile
  • Günstiger
  • Widerstandsfähig
Nachteile
  • Aromatisch eintönig
  • Mehr Koffein

Sowohl Arabica als auch Robusta haben ihre Vorzüge. Aufgrund des geringen Koffeingehalts eignet sich die Arabicabohne besonders zur Entkoffeinierung. Der Extraktionsvorgang muss bei dieser Sorte nämlich nicht so häufig wiederholt werden, was Energie, Zeit und Kosten spart.

Die beiden Kaffeebohnen lassen sich übrigens auch optisch leicht voneinander unterscheiden: Arabicabohnen sind länglich und haben eine S-förmige Kerbe in der Mitte. Bohnen der Robustapflanze fallen im Gegensatz dazu mit einer rundlichen Form und einer geradlinigen Kerbe auf.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du koffeinfreie Kaffeesorten vergleichen und bewerten

Nun möchten wir dir einige Aspekte zeigen, an denen du dich bei deiner finalen Kaufentscheidung orientieren kannst.

Folgende Kriterien sollen dir als Anhaltspunkt dienen, um die verschiedenen Sorten entkoffeinierten Kaffees vergleichen:

  • Herstellungsverfahren
  • Siegel
  • Geschmack/Aroma
  • Konsistenz
  • Eignung für Kaffeemaschine und Herdkanne
  • Gesundheitsaspekt

Herstellungsverfahren

Wir stellen dir die drei gängigsten Verfahren zur Herstellung von koffeinfreien Kaffee vor:

Der Schweizer-Wasser-Prozess

Im Rahmen dieses Verfahrens werden lösliche Bestandteile, unter anderem auch Koffein, mit heißem Wasser aus der Bohne entfernt. Die bearbeiteten Bohnen werden entsorgt, aus dem übriggebliebenen Wasser wird das Koffein durch einen Aktivkohlefilter extrahiert.

Im nächsten Schritt werden der nun koffeinfreien Wassermischung neue Bohnen beigefügt. Diesen wird nun nur mehr das Koffein entzogen, da das Wasser bereits mit allen anderen Bestandteilen der vorherigen Bohnen angereichert ist.

Der gesamte Vorgang wird so lange wiederholt, bis die gewünschte Koffeinmenge entfernt ist. Anschließend werden die Bohnen getrocknet und weiterverarbeitet.

Direktes Verfahren

Bei dieser Variante wird das Koffein der eingeweichten Kaffeebohne direkt mit einem Lösungsmittel entzogen. Meist handelt es sich um Dichlormethan, Methylenchlorid oder Ethylacetat.

Um das Lösungsmittel nach der Extraktion zu entfernen werden die Kaffeebohnen gedämpft und anschließend saubergewaschen. Auch dieser Vorgang wird bis zum optimalen Grad der Entkoffeinierung wiederholt.

CO2 Verfahren

Diese Methode ähnelt dem direkten Verfahren. Doch anstelle eines Lösungsmittels kommt hier Kohlenstoffdioxid zum Einsatz. Die eingeweichten Kaffeebohnen befinden sich in einem Extraktionsbehälter, in den unter hohem Druck CO2 gepumpt wird. Durch den enormen Druck ladet sich das CO2 regelrecht mit Koffein auf. Auf diesem Wege kann der aufputschende Wirkstoff problemlos aus den Bohnen entfernt werden. Nach mehreren Wiederholungen folgt die Trocknung und daraufhin die Röstung der entkoffeinierten Bohnen.
Die Schweizer-Wasser-Methode und das CO2 Verfahren erfreuen sich großer Beliebtheit, denn sie sollen besonders zur Erhaltung eines intensiven Kaffeearomas beitragen. Außerdem ist das Endprodukt frei von Chemikalien. Aus genau diesen beiden Gründen ist der Prozess allerdings mit vergleichsweise höheren Kosten und größerem Aufwand verbunden.

Siegel

Immer mehr Menschen legen beim Kauf eines Produkts neben der Qualität auch auf eine faire Herstellungsweise wert. Da Kaffee nur in tendenziell ärmeren Ländern wächst, angebaut und meist auch dort verarbeitet wird, spielt die faire Herstellung und der faire Handel eine wichtige Rolle.

Es gibt verschiedene Siegel, die für Fairness stehen und die genannten Werte vertreten. Wir haben dir die wichtigsten aufgelistet:

  • FairTrade
  • Rainforest Allicance Certified
  • UTZ
  • TransFair

Geschmack/Aroma

Wie bereits erwähnt hängt der Geschmack stark von der Wahl der Kaffeebohne ab. Diese Tabelle soll dir deine Wahl vereinfachen:

Sorte Aroma
Arabica sanft, mild, samtig, hochwertig, edel, fein
Robusta bitter, rauchig, dunkel-schokoladig, intensiv

Ebenfalls von Bedeutung ist das Herstellungsverfahren. Bei der Schweizer-Wasser Methode und dem CO2-Verfahren bleibt der Geschmack am besten erhalten.

Konsistenz

Koffeinfreier Kaffee kann genauso wie die klassische Variante entweder in Form von Bohnen, bereits gemahlen oder in Instant-Version gekauft werden.

Für welche Art du dich letztendlich entscheidest, bleibt selbstverständlich dir und deinen Bedürfnissen überlassen. (Bildquelle: unsplash.com / Typer Nix)

Kaffeeliebhaber schwören auf ganze Bohnen. Selbstgemahlener Kaffee sei essentiell für ein genüssliches Geschmackserlebnis. Bedenke jedoch, dass du hierfür eine geeignete Kaffeemaschine brauchst!

Gemahlener Kaffee kommt bei einer Filterkaffeemaschine zum Einsatz. Obwohl Filterkaffee recht verpönt ist, kommt es hauptsächlich auf die Qualität deines Kaffees an, ob er schmeckt oder nicht. Die Konsistenz, in der du ihn kaufst ist hier eher zweitrangig.

Für alle, die es eilig haben eignet sich Instant Kaffee. Man kann ihn entweder in größeren Behältern oder in bereits portionierten Sticks erstehen. Instant Kaffee wird mit heißem Wasser aufgegossen und kann sofort getrunken werden.

Des Weiteren bieten sich Kaffeekapseln an. Hier ist ebenfalls eine spezielle Maschine notwendig. Der Vorteil bei Kapseln ist die enorm breitgefächerte Auswahl an Geschmacksrichtungen. Nachteilig ist allerdings der hohe, kaum vermeidbare Plastikverbrauch durch die Verpackungen.

Eignung für Kaffeemaschine und Herdkanne

Genauso wie gewöhnlicher Kaffee lässt sich die koffeinfreie Variante sowohl in Kaffeemaschinen als auch in Herdkannen zubereiten.
Da das Koffein bereits vor der Röstung entfernt wurde, sind diesbezüglich keine unterschiedlichen Vorgangsweisen beim Kaffeekochen mehr notwendig.

Gesundheitsaspekt von koffeinfreiem Kaffee

Ist koffeinfreier Kaffee gesund? Ist er schädlich?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich nahezu jeder, der entkoffeinierten Kaffee als Alternative in Erwägung zieht. Diesbezüglich gibt es sehr viele widersprüchliche Meinungen, weshalb es schwer ist, ein Fazit zu ziehen. Zwei Themen, die recht häufig diskutiert werden, sind die Wirkung auf den Cholesterinspiegel und chemische Schadstoffe im Kaffee.

Cholesterin

Mehreren Studien zufolge kann häufiger Konsum des koffeinfreien Getränks in der Tat zu einem erhöhtem Cholesterinspiegel führen. Diese Nebenwirkung gibt es bei gewöhnlichem Kaffee nicht.

Wer also bereits mit einem hohen Cholesterinspiegel zu kämpfen hat, sollte entkoffeinierten Kaffee mit Vorsicht genießen.

Chemische Schadstoffe

Eine weit verbreitete Sorge ist die Menge an Schadstoffen, die durch den Entkoffeinierungsprozess in den Kaffee, und somit auch in den eigenen Körper gelangen.

Zunächst ist anzumerken, dass dieses Problem nur bei dem direkten Verfahren auftreten kann. Doch selbst hier ist die potentielle Menge an Dichlormethan im Kaffee durchschnittlich unter 0,15mg pro Kilogramm. Dieser Wert ist sehr gering und somit auch laut Ärzten unbedenklich. Dies veranschaulicht das folgende Video:

Wer sich darauf nicht ganz verlassen möchte, kauft am Besten Kaffee, der mit der Schweizer-Wasser-Methode oder durch das CO2-Verfahren entkoffeiniert wurde.

Insgesamtgibt es kein richtig oder falsch, kein eindeutiges “gesund oder “ungesund”. Einige Menschen kommen mit koffeinfreiem Kaffee sehr gut klar, andere weniger. Letztendlich muss du für dich selbst entscheiden, was deinem Körper gut tut und womit du dich wohlwühlst.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema koffeinfreier Kaffee

Ist koffeinfreier Kaffee auch für Kinder geeignet?

Prinzipiell gibt es keine Altersgrenze, trotzdem sind Ärzte der Meinung, dass Kinder auf jede Art von Kaffee verzichten sollten. Sowohl auf gewöhnlichen als auch auf koffeinhaltigen.

Ab dem Teenageralter ist Kaffee in Maßen okay. Dennoch ist auch hier ein leichter Kaffee oder die entkoffeinierte Variante tatsächlich angemessener als beispielsweise ein starker Espresso.

Wie deutlich ist der Geschmacksunterschied im Vergleich zu Kaffee mit Koffeingehalt?

Die Kaffeebohne besteht aus etwa 400 Geschmacksbestandteilen. Es grenzt an der Unmöglichkeit, bei der Entkoffeinierung nur einen einzelnen Stoff – nämlich Koffein – zu extrahieren. Je nach Verfahren gehen nun mal mehr oder weniger Geschmacksstoffe verloren.

Aus diesem Grund eilt dem entkoffeiniertem Getränk auf der Ruf voraus, langweilig zu schmecken. Dieses Vorurteil ist aber nur teilweise gerechtfertigt. Während bei günstigem, billig hergestelltem Kaffee definitiv nicht nur der Preis, sondern auch die Qualität des Aromas gering ist, können hochwertige Produkte geschmacklich definitiv mit gewöhnlichem Kaffee mithalten.
In unserem Ranking haben wir die besten Produkte aufgelistet. Dort findest du bestimmt auch einen Kaffee, der deinen Erwartungen gerecht wird.

In welchen Mengen sollte koffeinfreier Kaffee konsumiert werden?

Bei einem gesunden Erwachsenen sind 400-500mg Koffein pro Tag absolut unbedenklich, mehr ist jedoch nicht zu empfehlen.

Wie sieht das bei der Koffeinfreien Version aus?

Obwohl der aufputschende Stoff größtenteils wegfällt, ist es wichtig, den Konsum in Maßen zu halten.

Es gibt zwar keine fixen Richtwerte, doch auch hier gilt: Hör auf deinen Körper und übertreibe es nicht. Zu viel ist auf Dauer immer schädlich!

Welche Mythen rund um den koffeinfreien Kaffee sind wahr?

Es gibt einige Mythen – die um das beliebte Heißgetränk kreisen. Bei einigen besteht allerdings eindeutig Aufklärungsbedarf:

Mythen Aufklärung
“Kaffee fördert Akne” Falsch! Der einzige potentielle Auslöser für schlechte Haut ist die Milch in deinem Kaffee.
“Kaffee verursacht schlechte Zähne” Falsch! Kaffee verursacht keinen Schaden. Bei vermehrtem Konsum kann es lediglich zu einer Verfärbung der Zähne kommen.
“Kaffee trägt zu einer Übersäuerung bei” Richtig! Kaffee ist ein leicht säurehaltiges Getränk, weshalb bei striktem Basenfasten darauf verzichtet wird. Ansonsten schaden ein bis drei Tassen pro Tag aber keinesfalls
“Kaffee schadet bei einer Histamin-Intoleranz” Richtig! Wer Histamin nicht verträgt, kann aber auf die koffeinfreie Variante, auf Espresso oder Getreidekaffee zurückgreifen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.wissenschaft.de/gesundheit-medizin/koffeinfrei-und-trotzdem-ungesund/

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Entkoffeinierung

[3] https://www.beans-and-machines.at/blog/2016/2/5/entkoffeinierter-kaffee-schaedlich-oder-gesund

Bildquelle: unsplash.com / Jessica Lewis

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Tim Feierabend
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