Willkommen bei unserem großen Norditalienischer Rotwein Test 2020. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Rotweine aus Norditalien. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Rotwein zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du Rotwein aus Norditalien kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Italien produziert weltweit die meisten Weine. Dutzende Anbaugebiete beherbergen verschiedene rote und weiße Rebsorten.
  • Weine aus Italien werden in vier Qualitätsstufen unterteilt, die verschiedenen Anforderung unterliegen und streng kontrolliert werden.
  • Weinkunde ist ein sehr komplexes Thema. Du musst dich nicht nur mit Rebsorten auskennen, sondern auch eine geschulte Namen und Geschmacksnerven haben.

Norditalienischer Rotwein Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Rotwein aus dem Piemont

Costa di Bussia Barbera d’Alba

Es werden drei Flaschen je 750 ml des Rotweines aus Norditalien angeboten. Eine fruchtige Note nach Sauerkirschen entfaltet sich beim Genuss dieses Getränkes.

Am besten trinkst du ein Glas dieses Weines zu einem Braten, gegrilltem Fleisch oder kräftigem Käse.

Der beste Rotwein aus der Lombardei

Conti Sertoli Salis Canua Sforzato di Valtellina

Angeboten wird eine 750 ml Flasche Rotwein mit 15,5 % Alkohol. Der Wein aus dem Jahr 2011 hat laut Hersteller eine Schokoladennote.

Servierst du Pilze, Lamm, Rind oder Kalb, ist dieser Rotwein eine gute Wahl. Auch zu einer herzhaften Käseplatte passt der Sforzato di Valtellina.

Der beste Rotwein aus Venetien

Lamberti Bardolino Classico DOC Santepietre Rotwein trocken

Angeboten werden sechs Flaschen je 750 ml mit einem Aroma nach Trauben, Weichseln und Veilchen. Der trockene Rotwein von 2018 ist leicht und ausgewogen. Der Korkenverschluss verspricht

Servierst du Wurstbaren, Geflügel oder helles Fleisch, ist dieser Wein das Richtige für deinen Abend.

Der beste Rotwein aus dem Aostatal

Pinot Nero 75 cl Les Cretes 2012 Rosso Valle D’aosta Dop

Die 750 ml Flasche Rotwein mit einem Alkoholgehalt von 13 % hat eine Note von Veilchen und Himbeeren. Der Verkäufer verspricht einen frischen Geschmack, nach einer Reifung von 6 Monaten in Edelstahl.

Sehr gut eignet sich dieser Wein für dich, wenn Tartar auf deinem Speiseplan steht.

Der beste Rotwein aus Südtirol

Santa Maddalena Classico Alto Adige

Die 750 ml Flasche von Kettmeir ist ausgezeichnet mit dem DOC – Zertifikat. Sie enthält 12,5 % Alkohol und kommt aus den Anbaugebiet Trentino.

Servierst du eine Käseblatte, brätst Wild oder rotes Fleisch, ist dieser Rotwein die richtige Entscheidung für dich.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Rotwein aus Norditalien kaufst

Welche Rotweinsorten gibt es in Norditalien?

Weinanbaugebiete im Norden Italiens finden sich im Piemont, in der Lombardei, Venetien, im Aostatal und im an Österreich angrenzenden Tirol.

In Italien werden weltweit die meisten Weine produziert. In vielen Regionen des Landes gibt es Anbaugebiete in denen oftmals absolute Spitzenweine produziert werden.

Bereits die Römer waren große Weinliebhaber und haben die Kultur nachhaltig beeinflusst. (Bildquelle: 123rf.com / 44957595_s)

Folgend findest du eine Auswahl hochqualitativer Weine und Rebsorten aus dem Norden Italiens:

Sorte Region Geschmack
Barbera d”Alba Piemont Fruchtig, feinwürzig, langer Nachhall
Barolo Piemont Blumig, kräftig, fruchtig
Dolcetto d”Alba Piemont Fruchtig, floral, mit Bitternote
Sforzato di Valtellina Lombardei Trocken, holzig, fruchtiger Duft
Valtellina Superiore Lombardei Trocken, samtig, Säure im Abgang
Amarone della Valpolicella Venetien Alkoholreich, kraftvoll, bitter
Bardolino / Classico Venetien Fruchtig, trocken, harmonisch
Recioto della Valpolicella Venetien Süß, voll, samtig
Pinot Nero Valle d”Aosta Aostatal Beerig, Sauerkirsch, Orangennote
Rosso Superiore Valle d”Aosta Aostatal Beerig, fruchtig
Point Noir Vernatsch Südtirol Fruchtig, leicht nach Veilchen und Pfeffer
Santa Maddalena Classico Südtirol Frisch, intensiv, gewisse Säure

Weiterhin werden Weine nach Rebsorte und Anbaugebiet untergliedert, sowie nach Jahrgang, Farbe und Zertifikat.

Piemont ist neben der Toskana die zweitgrößte Weinregion in Italien. Besonders harmonische Weine werden hier hergestellt.

Aus der Lombardei kommen jährlich 1,6 Hektoliter Wein. Das wechselnde Mikroklima verleiht den Trauben einen besonderen vollen Geschmack.

Venetien ist sehr vielfältig, was den Weinanbau angeht. Eine große Bandbreite wird hier angeboten.

Im Aostatal liegen die höchstgelegenen Weinberge Europas, was seinen Trauben ein besonderes Aroma verleiht.

In Südtirol werden 38 % Rot- und 62% Weißwein produziert. Fast alle Weine aus dieser Region sind DOC-zertifiziert.

Ist Rotwein gesund?

Ein Glas Rotwein jeden Tag ist gut für das Herz, heißt es. Doch was ist dran an dem Gerücht?

Viele Wirkungen, welche Rotwein auf Kreislauf, Blutdruck und die allgemeine Gesundheit haben sollen, sind erfunden. Fakt ist, dass zu viel Alkohol die Leber schädigt und zur Sucht führen kann.

Weniger als drei Gläser Wein in der Woche können jedoch tatsächlich Krankheiten vorbeugen. Bestimmte Inhaltsstoffe im Rotwein verdünnen das Blut und beugen so Blutgerinnseln vor, welche für Schlaganfälle und Herzinfarkte verantwortlich sind. In einer Studie kam heraus, dass das in rotem Rebsaft befindliche Reservaterol vor Krebs und Herzkrankheiten schützt.

Prof. Hans Konrad BiesalskiErnährungsmediziner, Universität Hohenheim

Größtenteils hängt die eigene Gesundheit vom Lebensstil ab.

Franzosen trinken Wein fast ausschließlich zum Essen und andere Südeuropäer, z. B. Italiener genießen zu einem Glas Rotwein eine herzhafte und gesunde Kost. Achtest du auf einen mäßigen Alkoholkonsum und eine ausgewogene Ernährung, kann ein Lebensstil, zu dem Weintrinken dazugehört, durchaus gesundheitsfördernd sein.

(Quelle: onmeda.de)

Welche Qualitätsstufen gibt es bei Italienischem Rotwein?

In der italienischen Weinqualität gibt es vier Abstufungen:

  • VdT – Geringe Anforderungen, keine besondere Qualität
  • IGT – Landweine mit einfacher Qualität
  • DOC – Weine aus bestimmten Anbaugebieten mit hoher Qualität
  • DOCG – Oberste Qualitätsstufe. Gekennzeichnet durch besondere Banderole am Flaschenhals

Das DOCG zertifiziert die Herkunft eines italienischen Weines. Es ist vergleichbar mit der deutschen Qualitätsstufe: Prädikatswein. (Bildquelle: pixabay.com / Jo Wiggijo)

Die meisten Weine aus Italien sind einfache Tafelweine ohne spezielle Kontrollen (Vino da Tavola “VdT”). Farbe, Alkoholgehalt und Land sind die einzigen Angaben auf dem Etikett.

Auch regionale Landweine (Indicazione Geografica Tipica “IGT”) findest du häufiger. Auf der Flasche steht die Rebsorte, der Jahrgang und Region, in der der Wein angebaut wird.

Knapp 20 Prozent der Italienischen Weine sind mit einem DOC (Denominazione di Origine Controllata) – Zertifikat ausgezeichnet. Die Vorschriften sind hier strenger und werden stärker kontrolliert.

Denominazione di Origine Controllata e Garantita (DOCG) – Weine werden streng nach Ursprung und Menge kontrolliert. Nur etwa 70 – 80 Weine in ganz Italien sind mit diesem Zertifikat versehen.

Wo kann ich Norditalienischen Rotwein kaufen?

Wein bekommst du im Getränkemarkt, im gut sortierten Supermarkt oder bei einem Weinhändler.

Online Weinhändler für italienische Weine sind u. a.:

  • Amazon
  • Vineola
  • Vinexus
  • Vicampo
  • Vinello
  • Belvini
  • Wine in Black
  • Vineshop24
  • Hawesko
  • Lobenbergs Gute Weine

Natürlich kannst du in deinem nächsten Italienurlaub auch ein paar Flaschen direkt vom Weingut mitnehmen.

Was kostet Rotwein aus Norditalien?

Du bekommst Rotwein für ein paar Euro im Discounter oder für mehreren Hundert Euro, wenn du ihn direkt beim Weinhändler beziehst.

Es gibt Wein in so ziemlich jeder Preisklasse. Der Winzer legt diesen fest, je nachdem, wie viel Arbeit in die Produktion gesteckt wurde. Vor allem Zertifikatweine werden aufwändig kontrolliert, was sich auch im Preis wiederfindet.

Nicht immer, aber oft hat die Qualität viel mit dem Preis zu tun. Billigweine sind nicht allzu selten für die Kopfschmerzen am nächsten Tag verantwortlich. Kauf dir also wenn möglich und je nach Anlass nicht das Günstigste vom Günstigen.

Fun Fact: Der teuerste Wein wurde auf einer Auktion in den USA für knapp eine halbe Million Euro versteigert.

Welche Alternative gibt es zu Norditalienischen Rotwein?

Viele Länder bauen Weintrauben an. Neben Italien auch Frankreich, Spanien, Österreich, Deutschland und Griechenland, um nur einige zu nennen.

Die bekanntesten roten Rebsorten sind:

Cabarnet Sauvignon – Weltweit bekannte Weine aus Südfrankreich, sollte lange gelagert werden

Pinot Noir – Anspruchsvoller Spätburgunder mit leichter Säure und typischer Burgundernote

Merlot – Fruchtig in Kombination mit anderen Rebsorten

SangioveseGrößte Rebsorte Italiens, deren Weine lange gelagert werden sollten

TempranilloBekannte Sorte aus Spanien mit milder Säure und beerigen Aromen

Soll es auf jeden Fall ein italienischer Wein sein, bieten sich Weine von roten Rebsorten aus anderen Regionen des Landes an:

  • Aglianico – Alte Rebsorte mit hohem Tanningehalt
  • Brachetto – Hauptsächlich süß-fruchtige Dessertweine
  • Brunello – Bedeutende Weine aus der Toskana
  • Sangiovese – Stark verbreitet und wichtigste Sorte der Toscana

Entscheidung: Welche Arten von Rotweinen aus Norditalien gibt es und welcher ist der Richtige für dich?

Italien ist in Regionen unterteilt. Die Regionen im Norden Italiens sind:

  • Piemont
  • Lombardei
  • Südtirol
  • Venetien
  • Aostatal

Rotweine aus diesen Regionen stammen von verschiedenen Rebsorten, die alle ihre eigenen Besonderheiten und Vorzüge haben.

Nachzeigend zeigen wir dir diese auf, um dir eine Entscheidung zu erleichtern.

Was zeichnet Rotwein aus dem Piemont aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Weinanbaugebiete im Piemont tragen einige der bekanntesten Rebsorten Italiens. In der gesamten Region wird Wein angebaut.

Vorteile
  • Sehr fruchtig
  • Langer Nachhall
  • Großteil DOCG
Nachteile
  • Kühles Klima
  • Sehr hochpreisig
  • Schwer zu importieren

Wein aus dem Piemont ist bekannt für seine starke Frucht. Dieser Geschmack bleibt lange im Mund erhalten. Die meisten Rotweine aus dieser Region haben eine DOCG – Zertifizierung, was für eine gute Qualität spricht.

Lange Winter in der Region setzen den Früchten zu. Die Preise sind auf Grund der hohen Qualität und Bekanntheit sehr teuer geworden. Dadurch lohnt sich auch der Import für Privatpersonen oft nicht, weil die Transportkosten den Rahmen sprengen würden.

Was zeichnet Rotwein aus der Lombardei aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

1,6 Millionen Hektoliter Wein wird in der Lombardei produziert. Die Region wird vielen durch ihre berühmte Hauptstadt Mailand, dem Lago Maggiore und dem Comer See bekannt sein.

Vorteile
  • Abwechslungsreiches Klima
  • Viele Südhänge
  • Guter Untergrund
Nachteile
  • Hauptsächlich Prosecco

Das Klima und die vielen nach Süden ausgerichteten Hänge tragen dazu bei, dass die Trauben ein volles Aroma entwickeln. In den kargen Böden der Landschaft läuft Regenwasser gut ab, sodass die Pflanzen immer gut durchlüftet werden.

Der größte Anteil, der in der Lombardei hergestellt wird, trägt Schaumwein. Schaumwein ist ein Getränk aus weiterverarbeitetem Wein, bei dem Kohlensäure hinzugefügt wird. Umgangssprachlich nennt man dieses auch Prosecco.

Was zeichnet Rotwein aus Südtirol aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Vielfältige Rotweine werden im Südtirol hergestellt. Klassische und neue Sorten werden in dieser Region angebaut.

Vorteile
  • Vielseitig
  • Kein Modewein
  • Viele Neuzüchtungen
Nachteile
  • Hauptsächlich Weißwein

Fruchtige und kräftige Getränke gibt Südtirol her. Die Weine haben ihren eigenen Charakter und immer wieder entstehen qualitativ hochwertige neue Mischungen. Tradition und Moderne werden hier vereint.

Der größte Anteil des in Südtirol produzierten Weines ist weiß. Eine größere Variation an Rotweinen findest du in anderen Regionen.

Was zeichnet Rotwein aus Venetien aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Die Region, die bekannt ist für den Gardasee und Venedig, die Stadt auf dem Wasser, hat auch ein großes Weinanbaugebiet. Das Anbaugebiet um den gleichnamigen Ort Bardolino ist bekannt für seine Weinfeste. Leichte Hänge mit steiniger, rotbrauner Erde tragen 80.000 Hektar Weinreben.

Vorteile
  • Vorteile: Typische Fruchtigkeit
  • Seeweincharakter
  • Kräftiger Geschmack
Nachteile
  • Bescheidene Qualität
  • Schlechter Ruf
  • Zu günstig

Fruchtig und doch kräftig sind die Weine des Bardolino. Der Seewein ist leicht und fein. Kritiker sprechen jedoch von bescheidener Qualität und unangebrachten Preisen. Vielleicht hat er jedoch auch wegen der geringen Nachfrage einfach einen schlechten Ruf.

Was zeichnet Rotwein aus dem Aostatal aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Auf 600 bis 1300 Metern Höhe werden am Fuße der Alpen seltene Rebsorten angebaut. Es ist die höchste und gleichzeitig kleinste Weinanbauregion Italiens.

Vorteile
  • Ausgewogenes Klima
  • Feines Aroma
  • DOC-Qualität
Nachteile
  • Wenig bekannt
  • Verschnitt möglich

Die Winter sind sehr kalt, die Sommer warm, was den Trauben einen besonders feinen Geschmack verleiht. Das DOC-Siegel umfasst die gesamte Region.

Die meisten Weine der Region sind jedoch außerhalb des Aostatals und Angrenzenden Gebieten in der Schweiz unbekannt. Ist nicht die Rebsorte auf dem Etikett ausgezeichnet, kann es sich bei deiner Weinflasche um einen Verschnitt handeln.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Rotweine aus Norditalien vergleichen und bewerten

Im Folgenden zeigen wir dir, anhand welcher Kriterien du dich zwischen der Vielzahl an Rotweinen entscheiden kannst.

Die Aspekte, mit deren Hilfe du die edlen Getränke miteinander vergleichen kannst, umfassen:

  • Säure
  • Farbe
  • Rebsorte

In den kommenden Absätzen erklären wir dir, was die einzelnen Kriterien bedeuten und worauf es bei ihnen ankommt.

Säure

Die Säure hat Einfluss auf die Farbe und den Geschmack eines Weines. Auch die Haltbarkeit hängt vom Säuregehalt ab. Dieser wird in flüchtige und nichtflüchtige Säuren unterteilt.

Im Rotwein liegt der Maximalwert von flüchtiger Säure bei 1,2 Gramm pro Liter. Der Gehalt nichtflüchtiger Säure liegt bei 3 bis 16 Gramm pro Liter. (Bildquelle: unsplash.com / Azamat Zhanisov)

Flüchtige Säuren verdampfen größtenteils während des Herstellungsprozesses.

Ist der Säuregehalt hoch, ist der Wein eher rot, bei niedriger Säure ist die Färbung bläulich. Viel Säure bedeutet stabile Farbe und intensiverer Geschmack, jedoch manchmal auch unangenehm streng. Auch kannst du einen Wein mit viel Säure länger lagern.

Mehr Säure bedeutet stärkere Rotfärbung, kräftiges Aroma und lange Haltbarkeit.

Dass der Wein viel Säure hat bedeutet aber nicht, dass er nicht auch einen süßlichen Geschmack haben kann. Die Aromen in Rotweinen sind sehr vielschichtig. Je nach Rebsorte kann ein Wein zahlreiche Noten haben, die sie alle voneinander unterscheiden.

Farbe

Rotweine können verschiedene Farbtöne aufweisen. Je heller das Rot, desto jünger ist der Wein. Mit der Zeit wird das Getränk dunkler.

Die Farbstufen in Rotwein variieren von:

  • hellrosa
  • pink
  • lachsrot
  • rubinrot
  • violett
  • purpur

Dunklere Farbe deutet auf ein warmes Anbaugebiet, mehr Tannine im Wein und fortgeschrittenes Alter. Kein roter Schimmer im Wein ist ein Anzeichen dafür, dass er zu lange gelagert wurde.

foco

Wusstest du, dass der Saft von roten Trauben dieselbe Farbe hat wie der von Weißen?

Erst das Hinzufügen der roten Traubenschale zur Maische, gibt Rotwein seine namensgebende Farbe.

Rebsorte

Die Pflanze, an der die Früchte für die Weinproduktion wachsen, wird Rebe genannt. Davon gibt es viele Sorten mit verschiedenen Farben und Aromen. Die Pflanzen unterscheiden sich in Blattform, Fruchtgröße und -farbe.

Die edelsten roten Rebsorten aus Norditalien sind:

  • Nebbiolo
  • Dolcetto
  • Barbera

Auch Struktur und Haltbarkeit des Getränkes hängen von der Rebsorte ab. Nicht jedes Anbaugebiet ist für jede Sorte geeignet. Manche bevorzugen wärmere, manche kältere, manche feuchteres Klima.

Hauptkriterium: Individuelle Vorliebe und Geschmack

Für welchen Wein du dich entscheidest, hängt hauptsächlich von deinen eigenen Vorlieben ab. Magst du es lieber trocken oder süß, ist er zum Sofortverzehr gedacht oder ein Sammlerstück, das die nächsten 10 Jahre in deinem Keller verbringt?

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Rotwein

Welche Temperatur muss Norditalienischer Rotwein haben?

Rotwein trinkt man klassischer Weise zu deftigen Gerichten, z. B. Wild oder Rind. Um die Mahlzeit ideal zu gestalten, sollte er dazu richtig temperiert sein.

Wie kalt das Getränk serviert wird, hängt von seiner Reife ab. Je jünger der Rotwein, desto niedriger sollte die Temperatur betragen.

Wein Temperatur
Kräftiger Wein 18 Grad Celsius
Mittelkräftiger Wein 16 – 18 Grad Celsius
Junger Wein 14 – 16 Grad Celsius
Sehr junger Wein 12 – 14 Grad Celsius

Wie kann Rotwein aus Norditalien gelagert werden?

Nicht jedem stehen die räumlichen Möglichkeiten für einen Weinkeller zur Verfügung. Hauptsache der Ort ist gleichmäßig kühl und dunkel.

Weinflaschen mit Korken, die lange Zeit gelagert werden sollen, legst du am besten waagerecht ins Regal, damit der Korken nicht austrocknet. Flaschen mit kurzen Lagerzeiten oder Kunststoffverschlüssen kannst du auch senkrecht aufbewahren. (Bildquelle: unsplash.com / Hermes Rivera)

Weinsammler haben oft einen Weinkeller oder -schrank zur Verfügung, wo sie ihre kostbaren Flaschen aufbewahren. Es eignen sich jedoch auch ein normaler Keller oder ein kühles Schlafzimmer, in dem die Temperaturen nicht stark schwanken. Indealerweise sollte die Raumtemperatur zwischen 10 und 18 Grad liegen, keinesfalls über 20 Grad Celsius.

Das Ablagern bestimmter Stoffe am Flaschenboden, was für Rotweine bei längerer Lagerung typisch ist, ist ein gutes Zeichen. Dieses sogenannte Depot sollte nicht durch Erschütterungen oder häufige Berührungen aufgewirbelt werden.

Ein Rotwein mit wenig Süße und Säure, geringem Alkoholgehalt und wenigen Gerbstoffen solltest du schneller trinken, denn er ist nicht so lange haltbar. Süße Eisweine hingegen überstehen bis zu 20 Jahre in deinem Keller. Auch einen qualitativ hochwertigen Rotwein kannst du ruhig bis zu 10 Jahre stehen lassen.

Wie entferne ich Rotweinflecken?

Backpulver, Zitronensaft / Essig, Salz oder Gallseife sind die Gängigsten Hausmittel gegen Rotweinflecken. Diese Flüssigkeit ist besonders hartnäckig, lässt sich aber mit verschiedenen Mitteln bekämpfen

Du kannst Backpulver mit Essig vermischen und die krümelige Paste dann auf den Fleck auftragen. Lasse das Ganze etwa eine halbe Stunde einwirken und wasche das Gemisch mit Wasser wieder runter. Du wirst den Vorgang wahrscheinlich zwei, drei Mal wiederholen müssen.

Eine Möglichkeit ist, den Fleck abzutupfen, dann mit Salz zu bedecken und mit kohlensäurehaltigen Wasser wieder abzuspülen. Auch kannst du Rotweinflecken mit Weißwein oder Sekt überdecken, bevor du ihn unter den Wasserhahn hältst.

Auch sogenannte Fleckenteufel werden immer wieder für den Entfernung von Rotweinflecken zur Hilfe genommen. Sie haben meist eine besonders starke Reinigungskraft und wirken so als Vorbehandlung vor dem Waschen mit der Waschmaschine besondern gut.

Auf Nummer sicher gehst du, wenn du deine Bluse nach Erstreinigung nochmal in die Waschmaschine schmeißt.

Wichtig: Schnell handeln und – egal mit welchem Hausmittel – immer tupfen, nicht reiben!

Welche Rezepte kann man mit Rotwein aus Norditalien verfeinern?

Rotwein gibt Fleischgerichten oder Pastasoßen ein besonderes Aroma.

Prinzipiell kannst du viele Gerichte mit Wein zubereiten oder mit einer Rotweinsoße verfeinern. In der italienischen Küche kommt das häufig vor.

Ob Schmorbraten, Rouladen, Hähnchen, Gulasch oder Bolognese – der Rotwein darf dabei nicht fehlen. Und das nicht nur im Glas. Vielen Gerichten geben ein paar Milliliter Wein erst den richtigen Kick.

Das rote Getränk sorgt für einen speziellen Geschmack, der mit den Röstaromen und den anderen Zutaten eine Symbiose eingeht, die dir auf der Zunge zergehen wird.

Ein Beispiel für ein typisch italienisches Gericht, verfeinert mit Rotwein findest du im folgenden Video:

Keine Sorge, da der Wein mit aufgekocht wird, verdampft der Alkohol, sodass kaum Promille im Essen enthalten ist. Essen Kinder, Schwangere oder Menschen mit Alkoholproblem mit, solltest du den Rotwein aber lieber weglassen.

Welche Cocktails gibt es mit Rotwein?

Nicht nur in Sangria ist Rotwein enthalten. Viele klassische und ausgefallene Drinks kannst du mit Rotwein zubereiten.

Wir stellen dir einige Cocktailrezepte vor, die du auf deiner nächsten Party präsentieren kannst:

Der Bishop – getrunken in einem bauchigen Weinglas, entweder mit Eis oder warm mit Nelken und Orangen

  • 8-10 cl Rotwein
  • 6 cl Wasser
  • 2 BL Jamaika-Rum
  • 1 BL Puderzucker
  • 2 Zitronenscheiben

Der New York Sour – auf Eis geschüttelt

  • 6 cl Rye Whiskey (z. B. Jim Beam)
  • 2 cl trockenen Rotwein
  • 3 cl Zitronensaft
  • 2 cl Zuckersirup (Rohrzucker)

Die Feuerzangenbowle – erhitzt und mit flambiertem Zuckerhut genießen

  • 2 Liter Rotwein
  • 500 ml Orangensaft
  • 1 Orange, 1 Zitrone
  • 1 Zimtstange
  • 6 Gewürznelken
  • 4 Sternanis
  • 1 Zuckerhut
  • 350 ml Rum
  1. Rotwein und Saft  mit Gewürzen erhitzen (nicht kochen!)
  2. Orangenscheiben und Zitronenschale hinzugeben
  3. Zuckerhut mit Hilfe einer Feuerzange auf Bowletopf legen und mit Rum beträufeln
  4. Rum in Schöpfkelle anzünden und über Zuckerhut leeren
  5. Restlichen Rum über brennenden Zuckerhut tröpfeln

Auch Rotwein mit Cola oder anderer Limonade ist ein bekanntes Mixgetränkt – allerdings nicht jedermanns Geschmack. Experimentiere einfach selbst ein bisschen mit verschiedenen Spirituosen herum (vielleicht nicht mit dem teuersten Rotwein).

Wie wird Norditalienischer Rotwein hergestellt?

Zur Herstellung von Rotwein werden die Beeren von den Ästen getrennt und eingestampft. Das Gemisch aus Fruchtfleisch, Kernen, Schale und Saft wird Maische genannt. Dazu wird Hefe gegeben, um den Gärprozess voranzutreiben.

Auf diese Art und Weise wird auch die rote Farbe aus den Schalen gewonnen. Eine Weinpresse presst die Flüssigkeit dann in ein Fass, das typischer Weise aus Holz gefertigt ist. Je nach Rebsorte und Qualität wird der Wein länger oder kürzer darin gelagert, bis er in Flaschen abgefüllt und etikettiert wird.

Was sind die richtigen Gläser für Norditalienischen Rotwein?

Rotwein solltest du allgemein in etwas größeren Gläsern trinken als Weißwein.

Für kräftige Rotweine mit vielen Tanninen eignet sich ein Bordeaux-Glas. Dieses ist bauchig und wird nach oben hin schmaler, um den Duft darin zu behalten.

Fruchtbetontere Rotweine mit viel Aroma, z. B. den Barbera oder einen Pinot Noir, trinkst du am besten aus einem Burgunder-Glas. Dieses ist deutlich bauchiger und weniger hoch.

Beim Durchprobieren verschiedener Weine zu Hause empfiehlt es sich, für alle Sorten das gleiche Glas zu verwenden, um sie besser vergleichen zu können. (Bildquelle: unsplash.com / Kelsey Knight)

Besondere Weinkenner und -liebhaber benutzen für jede Weinsorte ein eigenes besonderes Glas. Tatsächlich wirken Farbe und Geruch in verschiedenen Gläsern anders. Je bauchiger das Gefäß, desto stärker kann der Duft wahrgenommen werden. Auch die Dicke macht dabei einen Unterschied.

Für das beste Weinerlebnis, fülle den Wein immer nur bis zur breitesten Stelle im Glas.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.wein-welten.com

[2] http://magazin.wein.com

[3] https://www.vicampo.de/weinlexikon/rotwein

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Weinbau_in_Italien

Bildquelle: 123rf.com / 10346008 (M)

Warum kannst du mir vertrauen?

René lebt an der Mosel und arbeitet dort als Kellermeister. Zudem hilft er gerne bei der Weinernte aus. Durch seine berufliche Erfahrung kann er nicht nur die Geschmäcker von verschiedensten Personen gut einschätzen, sondern hat auch Ahnung von Rebsorten.