Alleine in Deutschland leiden knapp 43,1 % der Frauen und sogar etwa 62,1 % der Männer an Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit). Erschreckende Zahlen, wie wir finden.

Der wichtigste Grund von Übergewicht ist in den meisten Fällen ein übermäßiger Zuckerkonsum. Deshalb haben wir dir hier alle Infos und auch Tipps zum Thema Leben ohne Zucker zusammengefasst.

Mit unseren 8 effektiven Tipps für eine Ernährung ohne zusätzlichen Zucker, findest du sicher deinen Weg in Richtung gesundes Leben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die zuckerfreie Ernährung befasst sich, wie das Wort schon sagt, mit einer Ernährung die weitgehend zuckerfrei ist. Ausgenommen sind natürliche Arten des Zucker, wie zum Beispiel Fruchtzucker im Obst.
  • Eine Ernährung ohne Zucker hat viele unterschiedliche Wirkungen. Gewichtsreduktion, Senkung des Diabetes Risikos, Senkung des Risikos von Bluthochdruck, um nur einige davon aufzuzählen.
  • Vor allem in Getränken und Fertigprodukten befindet sich oftmals mehr Zucker als man denkt. Deshalb ist es wichtig, Produktetiketten zu lesen.

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Sie loben es als „umfangreiches Werk“ und schätzen die diversen Rezepte sehr. Sie erwähnen, dass man sehr viele Tipps und Tricks zum Thema Leben ohne Zucker in dem Buch findet und so den typischen Zuckerfallen entgeht.

Definition: Was ist eine zuckerfreie Ernährung?

Grundsätzlich spricht man von einer zuckerfreien Ernährung, wenn man seine Ernährung so umstellt, sodass man hauptsächlich nur mehr zuckerfreie Lebensmittel und Getränke zu sich nimmt.

Zucker ist nicht gleich Zucker. Die verschiedenen Arten des Zuckers werden wir dir in diesem Artikel erklären. (Bildquelle: 123rf.com / Antimo Andriani)

Die erste Frage, die dir zum Thema zuckerfreie Ernährung in den Kopf schießen wird ist, was heißt eigentlich „zuckerfrei“? Das ist eine sehr oft gestellte Frage und dazu gibt es auch sehr unterschiedliche Ansichten.

Dabei kann man grob in “Industrie zuckerfrei” oder komplett zuckerfrei, sprich komplett ohne Zucker, Zuckeralternativen und Süßstoffen, unterteilen.

Eine Ernährung ohne Industriezucker kann zum Beispiel Obst enthalten, obwohl selbst Obst von Natur aus Zucker enthält. Dahingegen ist Obst bei einer komplett zuckerfreien Ernährung nicht erlaubt.

Mehr zum Thema Zuckerarten findest du weiter unten, unter dem Punkt „Trivia“.

Wir behandeln in diesem Artikel hauptsächlich die Ernährung ohne Industriezucker, da diese die einfachere Alternative ist.

Hintergründe: Was du über zuckerfreie Ernährung wissen solltest

Zucker ist heutzutage in fast jedem Fertigerzeugnis enthalten, um damit den Geschmack zu verbessern.

Jedoch ist dies nicht immer sofort ersichtlich, deshalb solltest du, wenn du dich zuckerfrei ernähren willst, zu aller erst lernen, immer die Lebensmitteletiketten zu lesen.

Was du noch so über ein Leben ohne Zucker wissen solltest, haben wir dir im nächsten Teil zusammengeschrieben.

Für wen eignet sich eine Ernährung ohne Zucker?

Ein Leben ohne Industriezucker ist grundsätzlich für jeden geeignet. Egal ob, für Kinder, Erwachsene oder Frauen in der Schwangerschaft, ist eine Ernährung ohne zugefügten Zucker sinnvoll.

Egal, ob jung oder alt, es ist immer gut, wenn man auf seine Ernährung achtet. (Bildquelle: 123rf.com / Mark Bowden)

Jeder der seiner Gesundheit etwas gutes tun möchte und Krankheiten entgegenwirken will, sollte sich zuckerfrei ernähren.

Da wir durch den hohen Zuckerkonsum, den wir zurzeit haben immer kränker werden, ist die Aufklärung über Zucker bereits im Kindesalter wichtig.

Wenn du deinem Kind schon im jungen Alter eine gesunde und zuckerfreie Ernährung lehrst, fällt es ihm mit Sicherheit später einfacher, dieser auch selbstständig nachzugehen.

Lernt dein Kind von Klein auf, ein Leben ohne Zucker zu führen, gewöhnt es sich auch sehr schnell an den Geschmack von Gemüse und anderen zuckerfreien Lebensmitteln.

Vor allem bei zuckerhaltigen Getränken solltest du aufpassen, da diese und Süßigkeiten ganz beliebt unter den Kindern sind, aber auch extrem schädlich.

Warum sollte ich mich zuckerfrei ernähren?

Vor allem, wenn man nach einem gesunden Lebensstil strebt, sollte die zuckerfreie Ernährung ganz oben stehen, da Zucker zu vielen gesundheitlichen Erkrankungen führen kann. Viele Menschen unterschätzen die gesundheitlichen Risiken die Zucker mit sich bringt.

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ICH FASSE ES NICHT🙈😁👌 . Am 16.05.18 beschloss ich von jetzt auf gleich zuckerfrei zu leben! Und nicht nur frei von Industriezucker sondern auch frei von Chemie-und Ersatzzucker! Und alles DANK dem Buch von @anastasia.zampounidis : "Fürimmerzuckerfrei" ! Lieben Dank Anastasia, dass du dieses grandioses Buch geschrieben hast, für die ausführliche Aufklärung über das süsse Gift und dessen Folgen und für RICHTIG super leckere Alternativen! (Werbung) . Vor dem 16.05.18 hatte ich nach und nach meine Lebensmittel gegen eine gesündere Alternative ersetzt. Z. B.: . – statt Zucker im Kaffee habe ich eine Prise Kakaopulver und eine Prise Zimt genommen. . – statt Zucker für die Muffins nahm ich eine reife Banane. . – statt einer überzuckerten Torte fand ich eine vegane und zuckerfreie Beeren-Torte mit u.a. Datteln, Nüssen, Kokosöl usw. . – statt Eis habe ich reifes Obst (Banane, Beeren, Mango) eingefroren und anschließend püriert. . – statt Pfannkuchen machte ich einen Hafer-Pfannkuchen aus Haferflocken, Eiern und Obst nach Wahl. . Es geht also!☝️ Schwer ist es nicht wirklich, WENN man es WIRKLICH möchte und GUTE Alternativen kennt! 🍒🍉🍇🍓 . Veränderungen, die ich in diesem zuckerfreien Jahr feststellte: . 🍎 keine Müdigkeit oder Trägheit . 🍎 mehr Energie . 🍎 keine Fressattacken, kein Heisshunger . 🍎 mehr Ausgeglichenheit . 🍎 Gewichtsverlust . 🍎 diverses Gemüse schmeckt süss😋👌 . 🍎 intensiverer Geschmack beim Essen . Ich kanns nur weiterempfehlen 🤩👌 . #zuckerfrei #fürimmerzuckerfrei #einlebenohnedassüssegift #healthyfood #1jahrzuckerfrei #healthylifestyle #einjahrzuckerfrei #dankbar #anastasiazampounidis #loveit #fit #fitmom #fitmummy #inspiration #zuckerfreiesleben #stolz #soproud

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Zusätzlich kann der Start in ein Leben ohne Zucker beim Abnehmen helfen. Durch die außerordentlich hohe Energiedichte hat Zucker, im Gegensatz zu Lebensmitteln mit einer kleineren Energiedichte sehr viele Kalorien.

Das bedeutet, dass schon eine kleine Menge an Zucker in einem Gericht ausreicht, um es sehr kalorienreich zu machen.

Die langfristigen Folgen sind Übergewicht oder sogar Krankheiten. Deshalb hilft eine Ernährung ohne Zucker bei der Gewichtsabnahme, da man eher kalorienarme Mahlzeiten zu sich nimmt.

Wie schon erwähnt, kann eine zuckerhaltige Ernährung indirekt zu vielen verschiedenen Krankheiten führen, wohingegen eine zuckerfreie Ernährung zu einem gesünderen Leben führt.

Nimmst du langfristig zu viel Zucker zu dir, kann es sogar zu einer Hyperglykämie führen, welche schwere Folgen mit sich bringen kann.

Hier haben wir dir noch einen Trailer von „VOLL VERZUCKERT“ eingebaut. In der Doku erfährst du alles über Zucker und der Auswirkungen in unserem Körper.

Was bewirkt ein Leben ohne Zucker?

Eine Ernährung, die frei von Zucker ist, hat viele Auswirkungen auf die Gesundheit und den Körper. In den nächsten Absätzen beschreiben wir dir die wichtigsten Wirkungen kurz.

Gewichtsabnahme

Die Ernährung ohne Industrie Zucker bewirkt meist zu Beginn der Umstellung eine Abnahme an Körpergewicht, da der Körper weniger Kalorien als normalerweise verarbeiten muss.

Senkung des Risikos für viele Krankheiten

Eine Ernährung ohne zusätzlichen Zucker kann das Risiko für folgende Krankheiten senken:

  • Diabetes Typ II
  • Übergewicht
  • Fettleibigkeit
  • Herzkrankheiten
  • Karies
  • ADHS
  • Arteriosklerose
  • Darmpilz (Candida)
  • Magen-/Darmerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Schilddrüsenerkrankungen

Gesündere Ernährung

Stellst du deine Ernährung auf zuckerfrei um, dann ernährst du dich automatisch gesünder, denn Zucker liefert nur Kalorien, aber sonst keine weiteren Nährstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe oder Ballaststoffe.

Diese Nährstoffe findet man im Gegensatz zum Zucker eher in nicht verarbeiteten Nahrungsmitteln.

Weitere Wirkungen

Wirkungen Beschreibung
Besseres Wohlbefinden Eine zuckerfreie Ernährung führt spätestens nach 40 Tagen zu einem besseren Wohlbefinden. Dabei wirst du dich fitter, vitaler und munterer fühlen. Der Grund dafür liegt beim Blutzuckerspiegel, der bei der zuckerfreien Ernährung relativ konstant bleibt.
Besserer Schlaf Zu viel Zucker führt zu Antriebslosigkeit, Trägheit und manchmal auch zu Schlafproblemen. Diese Probleme kannst du mit einer zuckerfreien Ernährung bekämpfen und das Durch- und Einschlafen wird somit leichter.
Veränderung des Geschmackssinns Nimmst du weniger Zucker zu dir, so kann sich auch dein Geschmackssinn ändern. Deine Geschmacksknospen werden sensibilisiert und neutralisiert, wodurch du immer weniger Süße brauchst. Meist werden viele Lebensmittel mit viel zugefügten Zucker als zu süß wahrgenommen und auch Obst schmeckt süßer als zuvor.
Reinere Haut Auch deine Haut wird dir danken, denn zu viel Zucker kann die Haut schneller altern lassen. Unreinheiten, Entzündungen, Pickel und Akne werden durch den Zucker-Detox gelindert und deine Haut wir reiner und strahlender.

Welche Symptome hat eine Ernährung ohne Zucker?

Die Symptome bei der Umstellung auf eine zuckerfreie Ernährung variieren von Mensch zu Mensch.

Manche Menschen spüren den Zuckerentzug stärker, manche weniger. Das hängt vor allem auch davon ab, wie viel Zucker davor zu sich genommen wurde.

Hier haben wir dir einige typische Symptome angeführt:

Damit du während der Umstellung nicht aufgibt, haben wir dir in Folge noch 8 effektive und hilfreiche Tipps zusammengefasst.

Diese sollen dir helfen, die Entzugssymptome zu überwinden, um in dein gesundes Leben zu starten.

Zuckerfreie Ernährung: 8 effektive und hilfreiche Tipps

Laut der Allianz ist jeder 13. in Deutschland Zuckerkrank, das betrifft etwa 6 Millionen Menschen. Davon sind 90 % an Diabetes Typ 2 erkrankt, welcher im Laufe des Lebens, meist durch zu viel Zuckerkonsum entsteht.

Diese Zahlen sind schockierend, deshalb wollen wir dir helfen ein gesünderes Leben zu führen. Mithilfe unserer 8 Tipps sollte es dir etwas leichterer fallen, den Zucker aus deiner Ernährung zu eliminieren.

Tipp 1: Küche auf Zucker entrümpeln

Zu Beginn deiner Ernährungsumstellung solltest du deine Küche ausmisten. Du solltest alle stark zuckerhaltigen Lebensmittel oder auch Getränke mit Zucker loswerden.

Verschenke oder spende sie, damit dir keine Ausrutscher passieren können. Damit du dann nicht vor einem leeren Kühlschrank stehst, ist der nächste Schritt, ein gesunder Einkauf.

Such dir gesunde Rezepte und fülle deinen Kühlschrank mit ganz vielen leckeren und gesunden, aber zuckerfreien Lebensmitteln.

Tipp 2: Zuckerfreie Getränke

Vor allem der Zucker in Getränken wird zu meist unterschätzt.

Deshalb ist es wichtig, dass du dir diesem bewusst wirst und dein Denken über Getränke umstellst. Die beste Alternative wäre natürlich Wasser.

Es gibt unzählige Variationen, wie du dein Wasser etwas spannender gestalten kannst.(Bildquelle: pixabay.com / silviarita)

Da es besonders am Beginn der Umstellung schwer ist, nur Wasser zu trinken, haben wir einen zwei Tipps für dich.

Unser erster Tipp bezüglich Getränke ist Tee. Mache dir deinen Lieblingstee in einer großen ein oder zwei Liter Kanne und trinke diesen über den Tag verteilt aus.

So bekommt das Wasser etwas Geschmack und lässt sich besser trinken. Der zweite Tipp von uns für dich ist „Fruit Infused Water“.

Der Trend kommt wie nicht all zu oft aus Amerika und bedeutet grob übersetzt Wasser mit Früchten. Wir empfehlen dir dein Wasser mit zum Beispiel Beeren oder auch Zitrone spannender zu machen. Dazu füllst du einfach Wasser in eine Kanne und fügst Früchte je nach Wunsch hinzu.

Das ganze solltest du zumindest 30 Minuten ziehen lassen, damit das Wasser den Geschmack der Früchte angenommen hat. Und so hast du ein zuckerfreies Getränk mit fruchtigem Geschmack.

Tipp 3: Zuckerfreie Lebensmittel

Der nächste Tipp befasst sich mit zuckerfreien Lebensmitteln. Wir empfehlen dir, nach Rezepten für süße und sündfreie Alternativen zu suchen.

Auf der einen Seite kannst du einfach zu reifen Obst greifen und auf der anderen Seite kannst du dir Fruchtschnitten, Smoothies oder auch Kuchen selber machen.

Ein Rezept für gesunde und zuckerfreie Brownies haben wir dir ganz unten in diesem Artikel eingefügt.

Wenn du zu den Menschen gehörst, die vor allem beim Frühstück nicht auf Zucker verzichten können, haben wir dir hier ein paar Frühstücksideen zusammengesucht.

Unsere herzhaften Frühstücksideen:

  • Vollkornbrot mit Käse oder Aufstrich
  • Müsli mit Joghurt und Früchten
  • Low Carb Müsli
  • Porride mit Früchten
  • Overnight Oats
  • Obstsalat mit Joghurt
  • Chia Pudding mit Früchten
  • Eier jeder Art
  • Herzhafte Crêpes
  • (Grüne) Smoothies
  • Zuckerfreie Brownies

In dieser Liste mit verschiedenen Frühstücksideen ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei.

Ganz unten in diesem Artikel kannst du das Rezept für die zuckerfreien Brownies finden und darüber hinaus kannst du sehr viele zuckerfreie Rezepte im Internet oder in Apps speziell für zuckerfreie Ernährung finden.

Tipp 4: Keine Süßigkeiten

Wie du dir wahrscheinlich schon gedacht hast, sind Süßigkeiten bei einer zuckerfreien Ernährung nicht erlaubt, da diese wahre Zuckerbomben sind.

Wobei es auch einige Ausnahmen gibt, zum Beispiel kannst du auf gesunde zuckerfreie Müsliriegel oder andere zuckerfreie Süßigkeiten zurückgreifen.

Ein Tipp von uns: Getrocknete Früchte. Diese enthalten zwar von Natur aus schon Zucker, jedoch sind diese ohne industriell gefertigten Zucker. Aber, du solltest diese dabei trotzdem in Maßen halten.

Tipp 5: Frisch Kochen

Gerade in Fertigprodukten befindet sich oftmals sehr viel oder unnötiger Zucker, deshalb solltest du so oft wie möglich selbst kochen. Das kann manchmal schwer sein, wenn man nicht so viel Zeit hat.

Doch wir haben genau dafür Tipps für dich. Zum Beispiel kannst du jeden Sonntag oder, wenn du in der Woche Zeit hast, vorkochen, damit du für die Woche genügend fertige Mahlzeiten hast.

Diese kannst du dann einfach zuhause oder auch in der Arbeit oder der Uni aufwärmen. Einer andere Hilfe gegen das Zeitproblem sind einfache Rezepte mit sehr kurzer Zubereitungszeit. Dazu findest du unzählige Rezepte im Internet.

Tipp 6: Ernährungsplan

Ein Ernährungsplan kann dir zu Beginn helfen, herauszufinden, welche Lebensmittel und Mahlzeiten erlaubt und gut für dich sind.

Dieser sollte individuell auf deine Bedürfnisse abgestimmt sein, um die von deinem Körper benötigten Nährstoffe abzudecken.

foco

Wichtig! Bitte lasse dir deinen persönlichen Ernährungsplan nur von ausgebildeten oder zertifizierten Ernährungsberatern entwickeln.
Ist dieser nicht deinen Bedürfnissen angepasst oder ohne Erfahrung entwickelt, kann dieser deiner Gesundheit mehr schaden, als er Gutes tut.

Dein persönlich abgestimmter Ernährungsplan kann dir ebenso neue Möglichkeiten von verschiedenen Rezepten aufzeigen, die du so noch nie probiert hast. Vielleicht findest du ja damit auch dein neues zuckerfreies Lieblingsgericht.

Tipp 7: Clean Eating und Low Carb

Unser nächster Tipp sind Clean Eating und Low Carb. Im Anschluss erkären wir dir was die beiden Ernährungstypen auszeichnet.

Clean Eating

Beim Clean Eating handelt es sich um eine Ernährung ohne industriell verarbeitete Lebensmittel mit zugesetztem Zucker. Eine Mahlzeit bei dieser Art der Ernährung besteht großteils aus Gemüse oder auch Smoothies.

Es wird komplett auf Fertiggerichte, Fast Food und zuckerhaltige Getränke verzichtet. Wie bei der zuckerfreien Ernährung ist Clean Eating sehr zielführend, wenn du abnehmen möchtest, da man durch diese Ernährungsweise viele Kalorien einsparen kann.

Low Carb

Ernährt man sich „Low Carb“, versucht man möglichst nur 50-120g Kohlenhydrate pro Tag zu sich zu nehmen. Das Positive dabei ist, dass man zu jedem natürlichen Lebensmittel greifen kann.

Genau wie beim Clean Eating ist Low Carb komplett frei von Zuckerzusätzen und ungesunden Süßstoffen. Zu dieser Ernährung findest du ebenfalls sehr viele Rezepte online.

Tipp 8: Gesunde Snacks

Unser letzter Tipp kann dir dabei helfen fiese Heißhungerattacken zu bekämpfen. Wir empfehlen dir immer zuckerfreie und gesunde Snacks parat zu haben, um so bei einer Heißhungerattacke nicht zu ungesunden Dingen zu greifen.

Gesunde Snacks wären zum Beispiel:

  • Rohes Obst und Gemüse
  • Nüsse
  • Smoothies
  • Datteln
  • Zuckerfreie Müsliriegel

Manchmal kann es auch vorkommen, dass du gar nicht hungrig, sondern einfach nur durstig bist. Deswegen empfehlen wir dir zusätzlich immer ein zuckerfreies Getränk in der Tasche zu haben.

Hier haben wir dir noch ein Video verlinkt, in dem erklärt ist, wie du am besten in deine zuckerfreie Ernährung startest.

 

Trivia: Was du sonst noch über ein Leben ohne Zucker wissen solltest

Wie viel Zucker ist bei der zuckerfreien Ernährung erlaubt?

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Die WHO (World Health Organization) empfiehlt die Einnahme von bis zu sechs Teelöffel Zucker pro Tag. Sechs Teelöffel entsprechen 25 Gramm Zucker, welches laut WHO das Risiko von Übergewicht, Fettsucht und Karies reduzieren würde.

Wir haben dir hier noch eine Liste eingebaut, die dir aufzeigt welches Obst oder Gemüse wenig oder „viel“ Zucker enthält.

Obst mit wenig Zucker (weniger als 10g / 100g) Obst mit viel Zucker (mehr als 10g / 100g)
Zitronen 2,5g Bananen 17,2g
Grapefruit 5,9g Kakis 15,5g
Wassermelonen 6,3g Feigen 15,5g
Erdbeeren 7g Kirschen 15,3g
Himbeeren 7g Apfel 11,6g
Brombeeren 6,2g Ananas 11,3g
Gemüse mit wenig Zucker (weniger als 5g / 100g) Gemüse mit viel Zucker (mehr als 5g / 100g)
Kopfsalat 1g Dosenmais 6,9g
Mangold 0,5g Zwiebel 7g
Spinat 0,7g Karotten 6,4g
Chinakohl 1,2g Wurzel- und Knollengemüse 5,8g
Pilze 0,2g Grüne Erbsen 5,5g
Brunnenkresse 0,3g Rote Paprika 5,1g

Welche Arten von Zucker gibt es?

Zucker kommt in vielen Formen und unter sehr vielen Namen. Um dir einen Überblick zu verschaffen, haben wir dir hier die verschiedenen Arten zusammengefasst.

Man kann zwischen folgenden Zuckerarten unterscheiden:

  • Saccharose (Haushaltszucker)
  • Glucose (Traubenzucker)
  • Fructose (Fruchtzucker)
  • Laktose (Milchzucker)
  • Maltose (Malzzucker)

In Folge werden wir dir alle Arten kurz und knapp erklären.

Saccharose (Haushaltszucker)

Unter Saccharose versteht man den herkömmlichen Haushaltszucker, oder auch Rohr- oder Kristallzucker.

Saccharose ist ein Zweifachzucker, der aus Glucose und Fructose besteht. Er enthält sehr viele Kalorien, aber nur wenig Vitamine und Mineralstoffe.

Genau diese Art von Zucker vermeiden wir bei der zuckerfreien Ernährung komplett, da es nur leere Kalorien sind.

Glucose (Traubenzucker)

Glucose oder auch Traubenzucker ist ein Einfachzucker (Monosaccharid). Diese Art von Zucker ist für den Körper ein wichtiger Energielieferant, da die Zellen ihn leicht absorbieren und umwandeln können.

Glucose ist essentiell für unseren Körper, deshalb dürfen wir auf diese Art nicht verzichten.

Fructose (Fruchtzucker)

Der Fruchtzucker zählt genau so wie Glucose zu den Einfachzuckern und ist für den Körper zumindest in Maßen nicht schädlich.

Fructose befindet sich natürlicherweise in Obst und Gemüse, wobei uns die Ballaststoffe die sich darin befinden helfen, nicht zu viel davon zu essen.

Hierbei gibt es aber leider auch Ausnahmen. Zum Beispiel wird Fructose auch industriell hergestellt, welche unter den Namen HFCS/Maissirup bekannt ist. Diese Art des Fruchtzuckers ist hochkonzentriert und fördert Übergewicht.

Laktose (Milchzucker)

Laktose oder auch Milchzucker genannt, ist ein Zweifachzucker, welcher in Milch von Säugetieren vorkommt. Je nach dem, wie das Milchprodukt verarbeitet wird, hat es mehr oder weniger Milchzucker.

Bei dieser Art von Zucker muss man im speziellen aufpassen, da der Körper das Enzym, das zur Verarbeitung von Laktose gebraucht wird, im Laufe des Lebens immer weniger produziert und so sehr viele Menschen eine Laktoseintoleranz bekommen.

Maltose (Malzzucker)

Maltose ist der Zucker, der sich in Produkten mit Getreide befindet. Es handelt sich um einen Zweifachzucker, den man zum Beispiel in Bier, Pasta oder Getreideflocken finden kann.

Maltose ist in seiner natürlichen Form ein sehr wichtiger Energielieferant. Der vor allem in Vollkornprodukten enthaltene Malzzucker ist sehr gut, da so wie beim Obst und Gemüse, die Ballaststoffe dafür sorgen, dass man schnell satt wird.

Was darf ich bei einer Ernährung ohne Haushaltszucker essen?

Um dir eine Anreize zu schaffen und dir einen Überblick über die Lebensmittel zu geben, welche erlaubt und auch nicht erlaubt sind, haben wir dir hier eine Liste erstellt.

DO’S

  • Vollkornprodukte
  • Gemüse
  • Kräuter
  • Limetten und Zitronen
  • Fleisch, Fisch und Eier
  • Pflanzenmilch-Alternativen
  • Beeren
  • Oliven
  • Nüsse

DON’TS

  • Weitereveerarbeitete Lebensmittel
  • Weizenprodukte
  • Süßigkeiten
  • Softdrinks
  • Fertigsoßen

Wenn du dich grob an diese Liste von Lebensmitteln haltest, sollte deiner zuckerfreien Ernährung nichts mehr im Weg stehen.

Wie gesund ist ein Leben ohne Zucker wirklich?

Der Trend geht auf jeden Fall in Richtung zuckerfreie Ernährung, aber ist diese wirklich so gesund?

Grundsätzlich kann man sagen, ja, da eine zuckerhaltige Ernährung erwiesenermaßen Übergewicht fördert. Jedoch ist immer zu beachten, dass man sich trotzdem ausgewogen ernährt.

Man kann sich trotz zuckerfreier Ernährung ungesund ernähren, wenn man zum Beispiel nur fettige Lebensmittel isst oder sich einfach einseitig ernährt.

Deshalb raten wir dir, wie schon oben in unseren Tipps erwähnt, dir rat von einem zertifizierten Ernährungsberater zu holen. Somit kann er dir helfen, die perfekte Ernährung für dich zu finden.

Zuckerfreies Rezept – Brownies

  • Arbeitszeit: ca. 15 Minuten
  • Koch-/Backzeit: ca. 40 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: normal
Menge Zutaten
1 Dose Bohnen, schwarze, Abtropfgewicht 250 g
2 Ei(er)
5 Dattel(n) (Medjool-Datteln)
50 g Kakaopulver
80 ml Ahornsirup
1 TL Vanilleextrakt
1/2 TL Natron
1 Prise(n) Salz
120 g Butter
80 g Pekannüsse

Zu Beginn heize den Backofen auf 170°C Umluft vor und lege eine rechteckige Backform mit ca. 21 x 24 cm mit Backpapier aus oder fette sie ein.

Als nächstes schmelze die Butter und lasse sie auskühlen. Zerkleinere die abgetropften Bohnen, Eier, Datteln, das Kakaopulver, den Ahornsirup, Vanilleextrakt, das Natron und Salz in deiner Küchenmaschine und püriere es.

Anschließend füge die flüssige Butter hinzu. Danach kannst du schon den Teig in die vorbereitete Backform gießen und mit grob gehackten Pekannüssen auf der Oberfläche bestreuen.

Backe die Brownies auf mittlerer Schiene für ca. 40 Minuten, bis sie fest sind und die Oberfläche rissig wird. Zum Schluss einfach die Brownies heraus nehmen, auskühlen lassen und in kleine Stücke schneiden.

Fazit

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass eine zuckerfreie Ernährung auf jeden Fall zu deinem Wohlbefinden beiträgt.

Zusätzlich kann es auch sehr viele positive gesundheitliche Auswirkungen mit sich bringen, wenn du dich Industrie zuckerfrei ernährst.

Wir möchten dir aber noch einmal zu Herzen legen, dass du deine Ernährung nicht einfach radikal alleine umstellst, da dies zu Problemen führen kann.

Deshalb wende dich an einen ausgebildeten Ernährungsberater, um den für dich perfekten zuckerfreien Ernährungsplan zu finden.

Weiterführenden Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://zuckerfreiexperiment.de/zuckerfreie-lebensmittel/

[2] https://meinenaturkraft.de/blogs/news/zuckerfreie-ernahrung

[3] https://www.kuechengoetter.de/zuckerfrei-leben/ernaehrungsplan-ohne-zucker

Bildquelle: 123rf.com / 113327645

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